Weniger Besucher bei Ohnsorg in Hamburg

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Heidi Mahler spielt in „Der zerbrochne Krug“: „Dat Schörengericht“Fotos: Jutta Schwöbel

Neue Studio-Bühne kommt aber gut an. Heidi-Kabel-Nacht am 27. August

Hamburg. Zufriedene Gesichter im Ohnsorg Theater trotz leichten Besucherrückgangs. Die Topzahlen der ersten Saison am Hauptbahnhof konnten 2012/13 nicht erreicht werden. Aber 151.925 Gäste in 460 Vorstellungen und damit eine durchschnittliche Platzauslastung von 81,3 Prozent sind wahrlich keine schlechten Werte (2011/12: 92,5 Prozent).
Grund zur Freude hatte auch Cornelia Ehlers, die Leiterin der neuen Studio-Bühne: die Auslastung lag bei 84,5 Prozent. 4310 Gäste sahen 67 Vorstellungen. Auch die Abonnentenzahl ging leicht zurück, aber damit liegt das Ohnsorg Theater im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den spontanen Theaterbesuch. 8.102 Abonnenten bilden aber unverändert das Rückrat der Ohnsorg-Finanzierung.
Intendant Christian Seeler schwärmt nach wie vor von der Lage am Hauptbahnhof. Immer wieder kämen Bahnkunden, deren Zug sich verspätet oder ausfällt, und fragten, was denn im Ohnsorg Theater gerade gespielt werde, berichtete Seeler.

Bewährte Mischung

Auch in der kommenden Saison 2014/15 zeigt das Ohnsorg Theater die zuletzt bewährte Mischung aus Komödien und Klassikern op Platt mit manch ungewöhnlicher Premiere und einigen Extra-Veranstaltungen.
So startet das niederdeutsche Theater am 24. August mit dem ersten Molière in plattdeutscher Sprache. „Der eingebildete Kranke“ heißt ganz norddeutsch „Krank un Kregel“. Frank Grupe inszeniert mit Joachim Bliese in der Hauptrolle sowie Tanja Bahrami, Beate Kiupel, Manfred Bettinger und vielen anderen.
Mit der großen Heidi-Kabel-Nacht am 27. August wird der 2010 verstorbenen Schauspielerin an ihrem 100. Geburtstag gedacht. Für Abonnenten beginnt der Vorverkauf dafür bereits am 31. Mai.
En musikalischer Kracher startet zu Beginn der Spielzeit: die hochdeutsche Rock-Revue „Bauenhof-Rock“ (Premiere 9. September), die über die ganze Saison verteilt gezeigt wird. Am 5. Oktober hat ein weiterer Klassiker Premiere: „Dat Schörengericht“. Dahinter verbirgt sich „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist. Horst Arenthold verkörpert den Dorfrichter Adam, Heidi Mahler die Marthe Rull. Über Weihnachten und Silvester wird die Komödie „De schöönste Dag in´t Johr“ von Nick Walsh mit Beate Kiupel, Herma Koehn, Meike Meiners, Erkki Hopf und Oskar Ketelhut gespielt (Premiere 10. November). Als Weihnachtsmärchen läuft „Der gestiefelte Kater“ (ab 21. November).

Adaptierte Komödien

Im kommenden Jahr folgen die adaptierten Komödien „Wat den een sien Uul....“ von Donald R. Wilde mit unter anderen Tanja Bahrami, Sandra Keck und Till Huster (Premiere: 11. Januar 2015), „Hartlich willkamen“ von Lawrence Roman (ab 1. März 2015) mit Ursula Hinrichs, Meike Meiners, Uta Stammer, Wilfried Dziallas und Robert Eder und „Aspirin un Elefanten“ von Jerry Meyer mit unter anderen Beate Kiupel, Birte Kretschmer und Oskar Ketelhut. Zum Ende der Saison schließlich wieder eine ganz besondere Premiere: das Musical „Dat Narrenhus“ nach „Ein Käfig voller Narren“ von Jerry Herman und Harvey Fierstein. Mit Musicalstar Hardy Rudolz (Premiere: 24. Mai 2015).
Auf der Studio-Bühne werden drei neue Inszenierungen erarbeitet, darunter „Die große Wörterfabrik - Wöör mit Kulöör“ für Kinder ab 6 Jahren. (ch)
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