„100in1Day“ will Hamburg zur Traumstadt machen

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Die Initiative 100in1Day fördert bürgerschaftliches Engagement im urbanen Raum Foto: 100in1Day-Hamburg
 
Eine „Silent Disco“ auf dem Rathausplatz ist eine von vielen Ideen Foto: 100in1Day-Hamburg

Initiative fordert alle Bürger am 17. September zum Mitmachen auf. Konzept schon in anderen Städten erfolgreich

Von Sonja Schmidt
Hamburg
Auch kleine Ideen können etwas verändern. Dieser Grundgedanke steckt hinter der lokalen Initiative 100in1Day. Das Ziel: Hamburg am 17. September in eine bessere und schönere Stadt verwandeln, für einen Tag – und vielleicht sogar darüber hinaus. „Nimm die Stadt in deine Hände“ lautet das Motto des eintägigen Festivals. Egal ob kostenlose Yogastunden im Park, Tauschaktionen, ein Flashmob oder einfach nur ein nett geschmückter Vorgarten, „die Projekte müssen nicht aufwendig sein und auch nicht viel kosten“, erklärt Nils Kumar. Der kontaktfreudige 23-Jährige gehört zum zehnköpfigen Kernteam von 100in1Day-Hamburg. Erfolgreich sammelte er mit Studenten und Freunden per Crowdfunding das nötige Geld für Werbemittel und gewann Kulturzentren und Bürgerhäuser als Unterstützer. Für ein „kreatives, aktives und aufmerksames Hamburg“ haben sich Kumar und sein Team am allerersten 100in1Day-Fest in Bogotá in Kolumbien orientiert. Schon 2012 ließen dort Bürger ihren Visionen freien Lauf und werteten ihre Stadt an beliebigen Orten mit fröhlichen Street Art- oder Urban Gardening-Projekten einen Tag lang auf. Inspiriert von dieser Idee folgten immer mehr Städte diesem Konzept: San José, Kapstadt, Kopenhagen – und nun auch Hamburg. Auf der Website von 100in1Day füllt sich die Aktionen-Liste immer mehr. „Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielte?“ fragen da die einen, während andere einen „Straßen-Wort-Tausch“ planen, bei der Menschen sich gegenseitig auf der Straße Wörter beibringen, die sie beherrschen. „Die Resonanz ist bisher sehr gut, die Hamburger haben große Lust etwas zu verändern und sich zu vernetzen. Bislang wurden etwa 20 Aktionen konkret entwickelt“, berichtet Kumar und hofft, dass „aus den Aktionen vielleicht zukünftig neue und spannende Initiativen entstehen.“

Aus der Routine ausbrechen


Vor allem in den jungen Szenevierteln Altona, St. Georg und St. Pauli werde momentan fleißig in sogenannten „Zukunftswerkstätten“ an Ideen gefeilt, berichtet der 23-jährige 100in1Day-Botschafter. So auch beispielsweise im Kulturladen in Hamm. “Es sind ein paar spannende Ideen entstanden und mitunter werden die Projekte in ein Stadtteilfest integriert, das ebenfalls für den 17. September angedacht ist“, verrät Kulturladen-Mitarbeiter Tim Becker. Auch das Kulturwerk Rahlstedt lädt zu einer 100in1Day-Werkstatt am 29. August. „Die Aktion passt sehr gut zu unserem Verein, weil es um Zusammenhalt und gemeinschaftliches Handeln im Stadtteil geht“, lobt Ursula Nestler vom Kulturwerk.
Gerade weil Rahlstedt aus Sicht vieler Bürger immer noch ein kulturelles Zentrum oder ein Kultur-Café fehle, gingen viele Menschen im Viertel leider aneinander vorbei. Ein Event wie 100in1Day kommt daher wie gelegen, auch weil es perfekt zum Jahresthema „Wie wollen wir leben? Pläne, Visionen, Utopien“ passt. „Durch kleine Aktionen am 17. September können sich alle treffen und gemeinsam ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wir leben wollen und was wir verändern möchten. Die Bürger können aus der Routine ausbrechen und an einem Tag schon viel erreichen“, ist sich Nestler sicher. (sos)

Zukunftswerkstätten im August


Rahlstedt: 29. August, ab 19 Uhr, KulturWerksraum 1. OG, Ort: Rahlstedt Center, Schweringer Straße 8-12, 22143 Hamburg

Altona: 30. August, ab 18 Uhr, Ort: Motte Stadtteilkulturzentrum, Eulenstraße 43, 22765 Hamburg

Weitere Infos: www.100in1day-hamburg.de, #100in1dayHH, #NimmDieStadtInDeineHände
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