1.330 protestieren für HVV-Seniorenkarte

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1330 Unterschriften wurden jetzt im Rathaus übergeben Foto: kg

In anderen Städten fahren Senioren günstiger

City Seit mehr als zehn Jahren setzen sich der Seniorenbeirat Mitte und andere Seniorenvertretungen aus allen Bezirken Hamburgs dafür ein, dass die Seniorenkarte rund um die Uhr gültig ist und nicht erst ab 9 Uhr. „Der HVV stellt sich bisher aber leider quer“, bedauert Dieter Grimsmann, der Vorsitzende des Seniorenbeirats Mitte. Somit bleibe es vorerst bei der Nutzung von Bussen und Bahnen für Verkehrsteilnehmer ab 63 Jahren im Zeitraum von 9 Uhr bis Betriebsschluss. Wie bereits berichtet, wollen sich Hamburgs Senioren das nun aber nicht mehr länger gefallen lassen und haben mit einer Unterschriftensammlung eine neue Offensive gestartet. Nur wenige Wochen später wurden jetzt bereits 1330 Stimmen im Rathaus übergeben.
Waum will der Seniorenbeirat eine Seniorenkarte, die schon vor 9 Uhr gilt? „Viele Senioren engagieren sich ehrenamtlich und sind schon früh unterwegs“, erklärt Grimsmann. Wer dann vor 9 Uhr fahre, müsse zu seiner regulären Monatskarte noch einen Fahrschein extra lösen. Das sei für viele ältere Menschen und bei steigenden Zahlen im Bereich der Altersarmut sowie niedrigen Renten, fast unmöglich. „Mit dieser ungerechten finanziellen Mehrbelastung muss Schluss sein!“ dafür kämpfen Hamburgs Senioren. Mit den Unterschriftenlisten ist eine Delegation jetzt zur Übergabe ins Rathaus gegangen und hofft, dadurch eine größere Aufmerksamkeit und bessere Bedingungen zu erzielen. Dass ältere Verkehrsteilnehmer von den sogenannten Spitzenzeiten ausgeschlossen sein sollen, empfinden diese als „nicht mehr zeitgemäß“. In anderen Städten wie Berlin, Köln und München würden Seniorenkarten angeboten, die rund um die Uhr gültig und sogar auf andere Personen übertragbar seien. In Bielefeld sei es möglich, auf der Seniorenkarte andere Personen mitzunehmen. Der Seniorenbeirat Hamburg hat zur Unterstützung seiner Forderungen in allen Einrichtungen, in denen sich Senioren treffen, um Unterschrift gebeten. „Sehr schnell sind bei dieser Aktion die 1300 Unterschriften zusammengekommen, die wir nun dem Senat überreichen konnten.“ Natürlich wird auch weitergesammelt, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. „Wir geben nicht auf“, betont Grimsmann. „Wir fordern mehr Mobilität und keinen Ausschluss aus dem allgemeinen Leben mit der sofortigen Einführung einer Fahrkarte, die rund um die Uhr gültig ist.“
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