25 Jahre Geschichtswerkstatt

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In jedem Sommer wird der Cup der Geschichtswerkstatt ausgetragen. Dieses Mal ging es zur Tretboot-Rallye auf die Außenalster Foto: Grell

Jubiläumsparty am 13. Februar in der Pausenhalle der Wolgast-Schule

St. Georg Die Geschichtswerkstatt in St. Georg feiert an diesem Wochenende ihren 25. Geburtstag – das soll groß gefeiert werden. Die Mitglieder laden in die Pausenhalle der Heinrich-Wolgast-Schule ein.Mit einem Jubiläums-Empfang wollen die Mitglieder der Öffentlichkeit zeigen, was der Verein alles zu bieten hat. An verschiedenen Stationen können Besucher viel über vergangene und aktuelle Aktionen der Geschichtswerkstatt erfahren. Ins Leben gerufen wurde der bis heute rein ehrenamtlich engagierte Verein am 6. Dezember 1990 mit 27 Gründungsmitgliedern. Weitere Mitglieder sind kurz nach der Gründungsversammlung aus dem Einwohnerverein St. Georg sowie der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde hinzugekommen. Heute zählt die Geschichtswerkstatt knapp 80 Aktive. Erster Vorsitzender ist Michael Joho, der seit Jahrzehnten im Stadtteil wohnt. „Wir haben uns nie als nostalgische Sammler der Vergangenheit verstanden. Wir haben die aktuelle Auseinandersetzung mit historisch geweitetem Blick gesucht“, so Joho zum Konzept der Geschichtswerkstatt. Deshalb gibt es auch weniger verstaubte Dokumente und umso mehr Veranstaltungen. Dazu zählen Führungen durch den Stadtteil und Präsentationen zu unterschiedlichen geschichtlichen Abschnitten des Viertels. Ständiges Thema in den vergangenen 25 Jahren war vor allem die Aufarbeitung der Nazi-Zeit und deren Auswirkungen auf Hamburg und St. Georg. Der Verein kümmert sich um große Veranstaltungsreihen, Filmvorführungen und Zeitzeugenbefragungen. Gedenktafeln und Stolpersteine wurden installiert. Den Mitgliedern der Werkstatt war es immer wichtig, historisches Wissen zusammenzutragen und den Interessierten zugänglich zu machen. Zunächst in der Koppel 32 in einer kleinen Souterrainwohnung untergebracht, hat der Verein heute zentral am Hansaplatz Nummer 9 seinen Sitz. „Eingehende Materialien wie Bücher, Filme, Fotos, Flugblätter, Werbezettel, Plakate und Briefe haben in den Räumen Platz und können von jedem Interessierten eingesehen werden“, erklärt Joho. „Allein die Sammlung von Zeitungsausschnitten zu verschiedenen St. Georger Themen füllt heute schätzungsweise zehn Regalmeter“. Jedes Jahr lädt der Verein seit Jahren zum „Cup der St. Georger Geschichtswerkstatt“ ein. Im vergangenen Jahr startete in diesem Rahmen die Tretboot-Rallye auf der Außenalster. Geschichte ist also nicht nur interessant, sondern kann auch noch richtig Spaß machen. (kg)

Jubiläumsparty: 13. Februar, 15 bis 17.30 Uhr, Paula der Heinrich-Wolgast-Schule, Carl-von-Ossietzky-Platz
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