Abschied vom alten „Schorsch“

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Das Glücksrad der Kita St. Marien war ein Höhepunkt auf dem Stadtfest. Julian und Halina kamen nicht nur einmal vorbei zum Drehen

Stadtfest fürs Jugendzentrum, das abgerissen wird. Neubau ab Ende 2015?

Hamburg. Das diesjährige Stadtfest hatte einen schönen und einen traurigen Anlass. Das alte Schorsch, das Jahrzehnte lang den Jugendlichen ein zweites Zuhause für ihre Freizeit geboten hatte, wird jetzt abgerissen - aber durch einen Neubau ersetzt. Eine große Fotowand mit Bildern aus den 80er- Jahren erinnerte an längst vergangene Zeiten und machte alle Besucher, die hier ihre Jugend verbracht hatten, ein bisschen wehmütig. „Hier waren wir in London“, Sadiye Celik zeigt auf eine Gruppe Jugendlicher auf unscharfen Fotos. „Das ist so lange her“, schwärmt sie von ihren ganz persönlichen Momenten, die sie mit dem Schorsch verbinden. „Später“, erzählt Sadiye, „habe ich selber als Erzieherin im Mädchenbereich gearbeitet.“ Mit dem Schorsch geht auch ein Stück Stadtteil-Geschichte zu Ende.
Mit einem Flohmarkt, bei dem auch alte Schätze des Hauses verkauft wurden, vielen Ständen der Institutionen aus dem Stadtteil und einem bunten Bühnenprogramm mit Musik und Theater, wurde hier vom Mittag bis in die Nacht gefeiert.
Die Jugendlichen, die heutzutage das Schorsch besuchen, verlieren für die Zeit des Abrisses bis zur Einweihung des Neubaus - voraussichtlich Ende 2015 - einen festen Standort für ihre Aktivitäten. Der Plan des Schorsch-Teams ist es, auf jedem Fall die bestehenden Angebote vorübergehend in anderen Räumen unterzubringen. Einige sind zwar bereits in Augenschein genommen, aber einen zentralen Treffpunkt für alle Aktivitäten wird es bis zum Neubau nicht geben. Wie berichtet, waren die Jugendlichen und die Mitarbeiter bei der Planung des Neubaus mit einbezogen worden. Alles soll in den neuen Räumen besser werden: Mehr Platz, mehr Rückzugsmöglichkeiten und vor allem eine ganz neue Inneneinrichtung soll es geben.
„Alle freuen sich auf das neue Haus, das dann ein Familienzentrum im Stadtteil sein soll“, meint auch Ulf Tilman, der stellvertretende Leiter des jetzigen Schorsch. (kg)
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