„Achten Sie besser auf den Verkehr“

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Mit bunten Plakaten wiesen Grundschüler vor der Brecht Schule Norderstraße Autofahrer daraufhin, dass hier nicht in zweiter Reihe geparkt werden darf Foto: Hanke

Gemeinsame Aktion von Schülern und der Polizei zeigte Erfolg

St. Georg „Achtet auf uns Kinder“ hatten sie auf bunte Plakate geschrieben und „Nicht auf der Straße parken“ oder ganz allgemein: „Achten Sie besser auf den Verkehr“. Grundschulkinder der Brecht Schulen an der Norderstraße wiesen kürzlich deutlich und fantasievoll auf ein Phänomen hin, dass nicht nur vor ihrer Schule für Ärger sorgt: das Zweite-Reihe-Parken von Müttern und Vätern, um ihren Nachwuchs zur Schule zu bringen beziehungsweise von der Schule abzuholen. In der engen Norderstraße dicht am Bahndamm zwischen Hauptbahnhof und Berliner Tor sind die Fahrbahnen morgens um kurz vor acht Uhr und nachmittags zwischen 14.45 Uhr und 15.30 Uhr oft von den Autokolonnen der Mütter und Väter zugeparkt. Das behindert nicht nur den Duchgangsverkehr, sondern gefährdet vor allem die Kinder, die hier oft zwischen den Autos über die Straße laufen. Das Polizeikommissariat 11 am Steindamm führte deshalb kürzlich auf Wunsch der Brecht Schule Norderstraße an zwei Tagen eine Überwachunsaktion vor der Schule durch. Polizeibeamte postierten sich dort vor Schulbeginn und zur Zeit der Abholung der Kinder und machten Zweite-Reihe-Parkerinnen und -Parker teilweise gemeinsam mit den Kindern auf ihr Fehlverhalten aufmerksam. Vor allem morgens mussten die Beamten viel reden. „Heute morgen haben wir viel mit Eltern diskutiert“, erzählt die bürgernahe Beamtin Nathalie Martin, die den Einsatz leitete. Die Straße war voll geparkt. Immerhin zeigten sich die meisten einsichtig. Am Nachmittag ließen sich die meisten Mütter und Väter wohl von den vielen Kindern mit ihren bunten Plakaten vom gewohnten Kurzzeitparken abschrecken. Niemand hielt in der zweiten Reihe. Enttäuschend für die Kinder, die die Kurzparker auf ihr Fehlverhalten ansprechen wollten. Natalie Martin war zufrieden: „Unsere Präsenz hat zumindest für heute etwas bewirkt.“ (ch)
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