Aktion für bessere Luft im Stadtteil

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Mit verschiedenen Aktionen macht der BUND auf die schlechte Luft in Hamburg aufmerksam. Foto: BUND

Kampagne „Hamburg atmet auf“ vom BUND gestartet

St. Georg. Der BUND Hamburg startet jetzt eine Kampagne für bessere Luftqualität in der Stadt. Mit „Hamburg atmet auf!“ will der Umweltverband darauf aufmerksam machen, dass in der Hansestadt derzeit über 220.000 Menschen in Stadtteilen leben, in denen die gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid massiv überschritten werden. Die Grenzwerte gelten seit dem ersten Januar 2010 und dienen vor allem der Gesundheitsvorsorge in Ballungsgebieten. Der Hamburger Senat hat sich nach Meinung des BUND dieses Problems nicht ernsthaft genug angenommen, sondern im Gegenteil eine Fristverlängerung für die Einhaltung der Grenzwerte bei der EU-Kommission beantragt. Die Kampagne geht deshalb nun mit einer Volkspetition los. 10.000 Unterschriften sind dafür notwendig, dass sich die Hamburger Bürgerschaft mit den Grenzwerten erneut befassen muss. „Wir wollen ein Signal setzen, weil dringend etwas für die Luftreinhaltung in Hamburg getan werden muss. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sind hier gefährdet“, so Manfred Braasch, der Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Die zuständige Fachbehörde BSU hat im letzten Jahr den alten Luftreinhalteplan aus dem Jahr 2004 fortgeschrieben und darin aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen die Situation verbessert werden soll. Laut den offiziellen Unterlagen werden die gesetzlichen Grenzwerte auch bis 2015 dabei nicht eingehalten. Stickoxide stammen vor allem aus dem Straßenverkehr, die entscheidende Belastung in den betroffenen Stadtteilen kommt aus den Motoren der vielen Autos aber auch LKW´s, die hier unterwegs sind. Wirksame Maßnahmen, wie etwa eine Kombination von Umweltzone und City-Maut, werden vom Senat weiterhin abgelehnt, beschwert sich der BUND. Die Wirtschaftsbehörde interessiere sich vor allem dafür, dass die Container den Hafen verlassen könnten, kritisiert Manfred Braasch und will deshalb nun mit der Volkspedition nachhelfen.  Die Kampagne des BUND läuft zunächst bis zum Ende des Jahres. Mitte Juli wird die EU-Kommission über die beantragte Fristverlängerung Hamburgs entscheiden. Der Umweltverband will die Ergebnisse dann sorgsam auswerten und über weitere Schritte nachdenken. Auf jedem Fall wollen sich die Vertreter des Landesverbandes auch weiterhin für saubere Luft in der Stadt einsetzen. (kg)
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