Aktionen gegen Privatisierungen in Hamburg

Wann? 07.03.2017

Wo? Valentinskamp 34a, Valentinskamp 34A, 20355 Hamburg DE
Anzeige
Hamburger Bündnis plant konkrete Aktionen gegen Privatisierungen rund um den Hauptbahnhof Grafik: wb
Hamburg: Valentinskamp 34a |

Das „Bündnis Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof“ will sich gegen die Umwandlung von öffentlichen Fächen und Gebäuden wehren

Von Christian Hanke
Hamburg-City
Nun wird es ernst. Das „Bündnis Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof“, das sich kürzlich zusammenfand, um der zunehmenden Privatisierung rund um Hamburgs größten Bahnhof entgegenzuwirken, entwickelt jetzt Maßnahmen für dieses Ziel (das Wochenblatt berichtete). Auf einem zweiten Treffen in der HafenCity Universität bildeten sich vier Arbeitsgruppen, die nun die Ideen bündeln und umsetzen wollen, die auf dem ersten Treffen zur Sprache kamen. „Wir wollen die Bewegung auf die Straße bringen“, kündigte Moderator Michael Joho an, der Vorsitzende des Einwohnervereins St. Georg von 1987. Marco Alexander Hosemann (City-Hof e.V.), der sich seit Jahren für den Erhalt des City-Hofs (City Hochhäuser) einsetzt, betonte, dass der Abriss des City-Hofs noch nicht beschlossen sei: „Der Drops ist noch nicht gelutscht“ (das Wochenblatt berichtete). Zwei prominente amerikanische Architekten, die Entwürfe für einen Neubau vorlegen wollten, sind sogar abgesprungen, offenbar, weil ihre Vorstellungen nicht denen von Verantwortlichen für das Projekt entsprachen. „Abriss und Neubau sind viel teurer als eine Sanierung“, findet Hosemann.

Vorschläge und Aktionen


Was will das Bündnis nun unternehmen? Aus dem Plenum kamen viele Vorschläge, um auf die Situation rund um den Hauptbahnhof aufmerksam zu machen: Projektionen auf Fassaden des City-Hofs, Workshops, Veranstaltungen, Flashmobs, Nutzen der sozialen Netzwerke. Die Arbeitsgruppen planen nun konkrete Aktionen.

Breites Bündnis am Hauptbahnhof


Auch die Lange Nacht der Museen am 22. April soll genutzt werden, um auf die Initiative aufmerksam zu machen. In dem Bündnis haben sich sieben Institutionen und Vereine zusammengefunden: City-Hof e.V., der Einwohnerverein St. Georg von 1987, die Stadtteilinitiative Münzviertel, der Verein Gängeviertel e.V., der AStA (Allgemeine Studierenden Ausschuss) der HafenCity Universität, der Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Hamburg e.V. und das Netzwerk „Recht auf Stadt“ Hamburg. Alarmzeichen in der Umnutzung öffentlicher Gebäude und Flächen rund um den Hauptbahnhof sehen sie in dem geplanten Abriss des City-Hofs, im Teilabriss der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte im Münzviertel, der Verdrängung des Straßenkinder-Projekts KIDS aus dem Bieberhaus und dem Bau des Appartement-Hauses für Studierende „Neuer Hühnerposten“. Aufgrund der vielen Menschen, die den Hauptbahnhof und das Umfeld frequentieren, folgt für das Bündnis der Grundsatz: „Der Hauptbahnhof hat eine soziale Verantwortung.“

Regelmäßige Treffen geplant


Das Bündnis will sich ab sofort alle zwei Wochen, jeweils dienstags, in der Fabrik des Gängeviertels, Valentinskamp 34a, treffen. Zum ersten Mal am nächsten Dienstag, 7. März, 19 Uhr

Lesen Sie auch: Sorge vor Privatisierung in Hamburg
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige