Alltagswetter hat Hamburg wieder im Griff

Anzeige
Statt leichter Sommerschuhe und kurzen Hosen sind wieder Regenschirm und Co. gefragt Symbolfoto: tinkstock
 
Zum ersten Mal findet am Wochenende das Elbfest Hamburg statt. Zu den Höhepunkten gehört am Sonnabend eine große Parade der Traditionsschiffe auf der Elbe Foto: Timo Kriegstein

Nach Dauerhitze und Temperaturrekord werden Niederschläge am Wochenende für eine deutliche Abkühlung sorgen

Natascha Gotta
Hamburg
In den vergangenen Tagen herrschte noch bestes Bade- und Sonnenwetter. So wurde am Mittwoch in Hamburg ein neuer Hitzerekord aufgestellt. In der offiziellen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg-Fuhlsbüttel wurden 29,5 Grad gemessen – so heiß war es noch nie an einem 14. September in der Hansestadt. Damit wurde der bisherige Temperaturrekord von 27,6 Grad in Hamburg vom 14. September 1999 eingestellt. Der bis dahin höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1891, erklärt Peter Schwarz vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) in Hamburg. Doch zum Wochenende hin hat das normale Alltagswetter die Stadt wieder im Griff. Das bisherige Hochdruckgebiet zieht weiter Richtung Norden und aus dem Südwesten erreicht uns kühlere Luft, sagt der Wetterexperte vom IWK. Erste Schleierwolken am Freitagvormittag kündigen bereits die Niederschläge an. Während im Tagesverlauf die Temperaturen noch Werte von maximal 24 bis 25 Grad erreichen, werden zum teils kräftige Schauer, die gegen Nachmittag und frühen Abend einsetzen, für Abkühlung sorgen. Wer unterwegs ist, sollte also besser Regenschirm oder Regenjacke dabei haben. Die Werte werden dann auf unter 20 Grad sinken, sagt der Hamburger Meteorologe. Schwarz hält Niederschlagsmenge von 5 bis 10 Litern pro Quadratmeter für möglich. Zumindest für Garten- und Balkonbesitzer, die in den vergangenen Tagen den Gartenschlauch und Gießkanne im Dauereinsatz gehabt haben dürfte, eine Entlastung. Wer regenfrei in das Wochenende starten möchte, dem wird eine zünftige Maß Bier in Wandsbek serviert. Ob Mickie Krause oder neue bayerische Bands: das Oktoberfest in Hamburg-Wandsbek verspricht bajuwarisches Flair. Die Wandsbeker Wiesn auf dem Wandsbeker Marktplatz finden bereits zum zehnten Mal statt. Speziell für Frauen findet in Eppendorf der Secondhandmarkt von Frauen für Frauen statt. Von 18 bis 20.30 Uhr können die Besucherinnen bei Snacks und Getränken auf dem „Frauen-Kleider-Markt am Abend“ am Loogeplatz in der Villa der Evangelischen Familienbildung Eppendorf shoppen.

Der Sonnabend gestaltet sich eher wechselhaft und kühler. Mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent ist der Sonnabend der feuchteste Tag am Wochenende, sagt Schwarz. Die Niederschläge am Vormittag sorgen für frischere Temperaturen. Doch die gute Nachricht lautet: einen komplett verregneten Tag schließt Schwarz aus. So werden im Tagesverlauf die Niederschläge nachlassen, so dass die Topwerte bei 20 bis maximal 21 Grad liegen. Damit wird die zweite Tagehälfte und Abend aller Voraussicht nach trocken bleiben. Bei klarem Himmel werden die Temperaturen dann bis Mitternacht aber auf 16 Grad sinken und am frühen Sonntagmorgen bei 11 Grad liegen. Spannende und vor allem trockene und warme Unterhaltung verspricht da die Krimi-Lesung der Bestseller-Autorin Tess Gerritsen um 20 Uhr im Uebel & Gefährlich. Noch bis zum 24. Oktober lockt das Harbour Front-Festival in Hamburg. Das Literaturfestival hat 70 Veranstaltungen mit vielen bekannten Autoren wie Sebastian Fitzek, Cornelia Funke oder Joy Fielding im Programm. Ein Heimspiel steht ab 17 Uhr (Einlass) auf der Freilichtbühne im Stadtpark auf dem Programm. Denn dann singen Lotto King Karl & die Barmbek Dream Boys wieder über ihre „Perle“. Unter dem Motto „Lebe! Liebe! Lache!“ öffnen Kirchen ihre Türen. Von 16.30 Uhr bis Mitternacht laden die Kirchenhäuser mit Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Angeboten für Kinder zur 13. „Nacht der Kirchen“ ein. Ob in Eilbek, Eppendorf, Langenhorn oder in Wandsbek: 120 Kirchen in Hamburg machen mit.

Am Sonntag ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit geringer und wird aller Voraussicht nach bei 30 bis 40 Prozent liegen. Auch wenn der Himmel über der Stadt nicht mehr wolkenlos sein wird, können die Temperaturen auf bis zu 20 Grad ansteigen. Wetterexperte Schwarz spricht von einem ganz passablen Wetter. Von einem Kälteeinbruch oder -schock kann nicht die Rede sein, so Schwarz. Insgesamt entspricht die Wetterlage nun wieder der aktuellen Jahreszeit. Die hohen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden in und um Hamburg in den vergangenen drei Wochen waren schon außergewöhnlich. Ein so lang anhaltendes Hochdruckwetter in Hamburg im September ist eher selten, erklärt der Meteorologe. Mit diesen Wetteraussichten für den Sonntag steht ein Besuch der HafenCity auf dem Programm. Denn Hamburg hat ein neues Hafenfest: das „Elbfest Hamburg“. Unter dem Motto „Schippern. Schnacken. Schlendern“ wird der 150. Geburtstag des Sandtorhafens am Sonnabend (10 bis 22 Uhr) und Sonntag(10 bis 18 Uhr) gefeiert. Das umfangreiche Programm verteilt sich auf die Festzentren Sandtorhafen in der HafenCity und im Hafenmusem Hamburg bei den 50iger Schuppen auf dem Kleinen Grasbrook. Zu den Highlights gehört die Parade der Traditionsschiffe am Sonnabend (14 bis 18 Uhr) auf der Elbe. Kunst zu Fuß lässt sich im Nordosten von Hamburg entdecken. Die 22. Rahlstedter-Kulturwochen laden zu einer Skulpturen-Tour durch den Stadtteil ein. Bis Anfang kommenden Jahres werden die Figuren in der Rahlstedter City zu sehen sein. Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Kulturwochen finden bis zum 9. Oktober statt. Sportlich wird es in Wandsbek, wenn um 18 Uhr der Startschuss zum 3. PSD Bank Halbmarathon fällt. Rund 2.000 Läufer werden die 21,0975 Kilometer lange Strecke durch Hamburgs grünsten und größten Bezirk in Angriff nehmen. Für die Sportler dürften die Temperaturen im Normalbereich eine Erleichterung sein.

Auch die neue Woche zeigt sich der Jahreszeit entsprechend. Bei leichter Bewölkung werden die Temperaturen in der ersten Wochenhälfte aber immer noch die 20-Grad-Marke erreichen können. Eine erneute Sommer- oder Hitzeperiode in Hamburg schließt Peter Schwarz vom IWK aus.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige