Anwohner gehen auf die Straße

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Die Anwohner der Baumeisterstraße wollen sich den Lärm und Dreck nicht mehr bieten lassen Foto: Grell

Müll sorgt immer wieder für Streit am Hansaplatz

ST. GEORG. Die Anwohner der Baumeisterstraße haben sich verabredet, um gegen den Müll und Lärm vor ihrer Haustür zu demonstrieren. „In der Nacht bekommt man kein Auge zu“, so Fotograf Mathias Thurm, der direkt vor den Entsorgungscontainern der Stadtreinigung wohnt und sich die Geräuschkulisse und den vielen Abfall, der sich aufstapelt, nicht länger gefallen lassen will.

Auch viele seiner Nachbarn folgen dem Aufruf, sich öffentlich gegen die aktuelle Lage auszusprechen. „Aufgrund der zu erwartenden Geräuschentwicklung sind die Container beim Einbau sogar mit Gummi unterlegt worden“, erklärt Sorina Weiland, die Sprecherin vom Bezirksamt Mitte. Außerdem seien die Einwurf-Zeiten begrenzt und somit müsste eigentlich nachts Ruhe herrschen. Die Realität sehe allerdings ganz anders aus: „Hier wird Tag und Nacht eingeworfen und was nicht mehr hineinpasst, einfach danebengelegt“, bedauert Mathias Thurm. „Obendrein sind am Hansaplatz wegen des großen Müll-Volumens auch Unterflurbehälter installiert worden“, so Weiland.

Das Volumen reiche aber nicht aus und immer wieder würden große Kartons, Glasflaschen, mit zerschlagene Hälsen und gefährlichen Glaskanten und ganze Mülltüten einfach neben die Container gestellt, wenn diese, wie so oft, überfüllt sind. Gisela Gondolatsch und Dieter Purrmann wohnen seit 35 Jahren am Hansaplatz und so schlimm wie jetzt, sei es dort nie gewesen. „Man hat den Platz hier kaputtgeplant“, meinen die Bewohner, die heute auf einen verdreckten Platz schauen, dessen kleine Grünfläche auf Seiten der Baumeisterstraße vor allem als öffentliche Toilette genutzt wird. Der Bezirk bestätigte allerdings, dass die Stadtreinigung am Platz täglich reinige.

Weitere Maßnahmen seien deshalb auch aktuell nicht geplant und nach Ansicht des Bezirks Mitte auch nicht notwendig. Da sind die Anwohner anderer Meinung und fordern eine Nachbesserung der Containeranlage, die sie für eine Fehlplanung halten, weil sie viel zu nah an den Bebauungen installiert worden sei. „Wichtig ist das sorgfältige Zerkleinern der Pappen, damit auch bei größeren Mengen noch genug Platz bleibt“, so die Empfehlung vom Bezirk.

„Hier werfen auch viele Gewerbetreibenden den Müll rein“, behaupten die Anwohner und auch bei zerkleinerten Pappen bleibe zu wenig Platz, und auch der Lärm störe. Die Anwohner hoffen deshalb weiterhin auf ein Einlenken des Bezirks, denn „so kann es nicht weitergehen.“ (kg)
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3 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 15.06.2016 | 15:36  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 20.06.2016 | 16:01  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 23.06.2016 | 14:44  
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