Außenalster: Proteste gegen die Radachse

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Der herrliche Blick auf die Außenalster zieht Einheimische wie Touristen gleichermaßen an Foto: ife
Hamburg: Schwanenwik |

Initiative Uhlenhorst wehrt sich gegen geplante Fahrradstraße

Uhlenhorst Wenn den Hamburgern der stressige Alltag in der City zu viel wird, ist der Stadtteil Uhlenhorst mit seiner direkten Nähe zur Alster ein echter Geheimtipp. Mal eben ein Sonntagsausflug, entspannt am Wasser spazieren gehen und dabei das herrliche Wetter genießen – regelmäßig zieht es Einheimische und Touristen in den Stadtteil, der nur einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt ist. Klar, dass sich die Stadt diesen Vorteil zu Nutze machen will. Der Ausbau der geplanten Fahrradstraßen rund um die Außenalster schreitet weiter voran. Der zweite Abschnitt von der Kreuzung Harvestehuder Weg/Krugkoppel bis zum Schwanenwik soll nun ausgebaut werden (das Wochenblatt berichtete).

Keine Rücksicht auf Anwohner

„Auf die Anwohner wird von der Stadt bei der Planung eher weniger Rücksicht genommen“, sagt Hans-Peter Bonk. Er ist Mitglied der Initiative Uhlenhorst, eine überparteiliche Bürgerinitiative, deren Anliegen es ist, das ursprüngliche Stadtbild Uhlenhorst zu erhalten und den Anwohnern eine Stimme gibt. Rund 145 Mitglieder zählt die Initiative. Bezüglich der geplanten Fahrradachsen vertritt man hier eine standfeste Meinung: „Der Senat hat die Situation in Uhlenhorst völlig verkannt. Hier gibt es viele Mehrfamilienhäuser und keine Möglichkeit mehr, zu parken, wenn es erst einmal so weit ist“, erläutert Bonk. Zudem fahren auch noch 154 Busse pro Tag durch die engen Gassen des Stadtteils, eine Zumutung für Anlieger, und insbesondere deren Kinder, die nicht ohne weiteres mehr vor ihrer Haustür spielen können. „Wir haben per se nichts gegen Radfahrer, aber hier ist einfach nicht genügend Platz“, sagt Hans-Peter Bonk. Eine Lösung des Problems im Sinne der Initiative ist vorerst wohl nicht in Sicht. Die geplante Fahrradachse wird weiter ausgebaut. Nicht die letzte Baustelle vor Ort. Die Bürgerinitiative Uhlenhorst gibt natürlich nicht auf. „Uns geht es in erster Linie um die Erhaltung des Stadtbildes, um den Milieu- und Bestandsschutz, um die Verbesserung der Verkehrs- und Umweltsituation und natürlich darum, dass wir hier weiterhin in unserem schönen Stadtteil entspannt leben können“, erläutert Bonk. (ife)

Weitere Infos: Bürgerinitiative für Uhlenhorst

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3 Kommentare
517
Rainer Stelling aus St. Georg | 11.08.2017 | 08:27  
9
christian Götsch aus Horn | 14.08.2017 | 20:54  
6
Werner Georg aus Uhlenhorst | 10.10.2017 | 16:29  
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