Ausstellung umgezogen

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Klaus Francke und Geschäftsführerin Kristine Goddemeyer.

In St. Nikolai wird umgebaut

Altstadt. Unter der Ruine von Alt St. Nikolai an der Willy-Brandt-Straße tut sich ´was. In der noch vorhandenen Krypta der früheren Kirche, die im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde, entsteht ein neues Museum über die Luftangriffe des letzten Krieges.
Bislang war hier auf 300 Quadratmetern eine Ausstellung über die Geschichte der Nikolaikirche untergebracht, die wegen des bevorstehenden Umbaus der Kellergewölbe ins benachbarte Gebäude des Evangelischen Kirchentages, Neue Burg 1, umgezogen ist (täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr). Dort wird sie in reduzierter Form gezeigt, solange die Gewölbe umgebaut werden.
„Wir wollen nicht nur die Luftangriffe der Operation Gomorrha vom Sommer 1943 dokumentieren, bei denen die Nikolaikirche zerstört wurde, sondern darüberhinaus das Thema Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg mit seinen politischen, sozialen und menschlichen Folgen“, erläutert Klaus Francke, der erste Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal St. Nikolai. Ein großzügiger Sponsor ermöglicht die Realisierung des neuen Museums, das im August 2013 anlässlich der 70-jährigen Wiederkehr der Operation Gomorrha eröffnet werden soll. Die neue Dauerausstellung wird sich in vier Bereiche gliedern: die Geschichte der alten Nikolaikirche, Hamburg 1933-1943, die Operation Gomorrha im Sommer 1943 und die Erinnerungen an das Kriegsgeschehen und deren literarische Verarbeitung.
„Wir werden das erste Museum in Deutschland sein, das die ganze Geschichte der Luftangriffe im Zweiten Wekltkrieg zeigt“, erzählt Klaus Francke. Noch sieht es recht unwirtlich in der Krypta von St. Nikolai aus. Die Baurarbeiten für den neuen Eingang haben schon begonnen.
Die Glaspyramide und die Treppe, über die man das bisherige Museum betrat, werden verschwinden.
Die neue Ausstellung wird auf doppelt so viel Fläche ausgebreitet wie die alte: rund 600 Quadratmeter.
Die Universität Hamburg hat bereits ein Exposé verfasst. Über einen Namen der Ausstellung wird derzeit diskutiert.
Die Bürgerschaft hat einen Baukostenzuschuss von 1 Million Euro für das neue Museum bewilligt.
Der Sponsor gibt 205.000 Euro. Weitere Gelder sind allerdings notwendig, weshalb der Förderkreis Mahnmal St. Nikolai jetzt einen Spendenaufruf gestartet hat. Große Plakate machen in der Innenstadt und umliegenden Gebieten auf das neue Museum aufmerksam. Motto: „Spende ´mal fürs Mahnmal“. (ch)
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