Bäume für den Straßenrand

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Axel Jahn, der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, hat selber zwei Straßenbäume im Eingangsbereich der Stiftung gepflanzt. Foto: kg

Loki Schmidt Stiftung fördert „Mein Baum – meine Stadt“

St. Georg. Mitten in St. Georg, gleich hinter dem Hansaplatz, hat die Loki Schmidt Stiftung ihr Büro und koordiniert von dort aus unterschiedlichste Naturschutzprojekte, die in Hamburg umgesetzt werden. Dazu gehören auch der Lange Tag der Stadtnatur, der im vergangenen Jahr zum zweiten Mal stattfand, die Informationshäuser in Boberg und Fischbek, die von der Stiftung unterhalten werden, und das Programm „Mein Baum – Meine Stadt“, bei dem jeder Bürger für einen neuen Straßenbaum spenden kann.
Positive Bilanz
Initiiert wurde die Baumpflanzaktion zusammen mit der Stadt Hamburg um für mehr Straßenbäume in den Bezirken zu werben, deren Neupflanzung immerhin jeweils 1000 Euro kostet. Axel Jahn, der Geschäftsführer der Stiftung, zieht eine absolut positive Bilanz nach dem ersten Jahr der Aktion. 3000 Bäume konnten bereits gepflanzt werden und die neuen Standorte werden demnächst wieder im Internet bekanntgegeben. Jeder, der sich dann mit einer Spende an einem Straßenbaum für Hamburg beteiligen möchte, kann sich seinen ganz individuellen Platz in der Liste aussuchen. Gepflanzt wird immer die Baumart, die am besten in die jeweilige Straße passt. Viele Menschen, die sich bisher an der Aktion beteiligt haben, nutzten die Idee, um einen Baum zur Geburt oder zur Konfirmation zu verschenken. „Letztens haben auch gleich 15 Leute zusammengelegt und einen Baum für die Hochzeit von Freunden gekauft“, erinnert Axel Jahn die vielen Motive, die Menschen in Hamburg bewegt haben, um sich für einen Straßenbaum einzusetzen. „Leicht haben es die Bäume in der Stadt nicht“, bedauert der Biologe, der selber zwei Ebereschen vor die Eingangstür seines Büros setzte, beide von der Loki-Schmidt-Stiftung finanziert.Immer wieder muss er feststellen, wie vielen Belastungen die jungen Bäume ausgesetzt sind. Gerade an diesem Tag sind gleich zwei Fahrräder an seinem Baum abgestellt, die Rinde ist eingeritzt worden und unten haben ein paar Hunde ihr Revier markiert. Kein leichter Start für einen gerade gepflanzten Baum. Schon deshalb werden Straßenbäume oft nicht besonders alt, berichtet der Geschäftsführer. Morsche Exemplare müssen aus Sicherheitsgründen dann gefällt und durch neue ersetzt werden. (kg)

Loki Schmidt Stiftung, „Mein Baum – Meine Stadt“, Steintorweg 8, Tel.: 24 34 43, loki-schmidt-stiftung

Durch das Projekt „Mein Baum – Meine Stadt“ entsteht für den Spender häufig eine Verbundenheit mit dem Baum, den er mitfinanziert hat. Axel Jahn: „Vor Kurzem rief eine Sponsorin an, weil ihr Baum der Sanierung eines Platzes zum Opfer gefallen war. Selbstverständlich hat sie gleich einen neuen Standort zur Auswahl bekommen und uns auch gezeigt, dass neben dem finanziellen Aspekt auch ein Stück Verantwortung gewachsen ist“. Das Projekt Mein Baum – Meine Stadt geht auch in diesem Jahr weiter, damit Hamburg die grüne Stadt im Land bleibt.
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