Bauarbeiten an der U 4 im Zeitplan

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Die letzten Meter des U 4-Tunnels werden derzeit bewehrt und anschließend verschalt Foto: tel

Kosten für die Verlängerung der neuen U-Bahnlinie zur Station „Elbbrücken“ sind sogar günstiger

Von Michael Hertel
City
Die Arbeiten an der 1,3 Kilometer-Verlängerung der U-Bahnlinie 4 zur Station „Elbbrücken“ liegen voll im Plan. Das Projekt wird nach derzeitigem Stand sogar rund zehn Millionen Euro preiswerter als mit 180 Millionen veranschlagt. Das berichtete Gesamtprojektleiter Dirk Göhring bei einem Termin auf der Baustelle.
Und tatsächlich: Von der neuen U-Bahnstrecke östlich der bisherigen Endstation HafenCity Universität ist schon viel zu sehen: Die beiden je 130 Meter langen Seitenbahnsteige neben den Elbbrücken sind im Rohbau praktisch fertig. Sie münden direkt über der Elbe in eine Aussichtsplattform, einem weiteren tollen Anziehungspunkt für Hamburger und Touristen. Die künftige Plattform direkt über der Elbe bietet einen herrlichen Blick über Hafen, HafenCity und das Zentrum der Hansestadt. Im Rohbau fertig ist auch ein Großteil des 710 Meter langen Tunnels, davon 230 Meter Kehranlage östlich der bisherigen Endstation gelegen, die bereits zum Abstellen der U-Bahnzüge genutzt wird. Die Strecke startet 17,5 Meter unter Geländeniveau, um in Höhe Zweibrückenstraße in Hochlage überzugehen und an der künftigen Umsteigestation Elbbrücken in zwei Metern über dem Gelände (elf Meter über Normal Null) vorerst zu enden. Göhring: „Am 1. September beginnen wir an den Elbbrücken mit dem Gleisbau. Auch der Stahlbau startet. Ab März verlegen wir dann auch Gleise im Tunnel.“ Beim Stahlbau geht es einerseits um das Skelett der Bahnhofshalle (entworfen vom Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner), um die Fußgängerbrücken zur Station sowie um das Verbindungsbauwerk zwischen U- und S-Bahnsteigen. Während der neue U-Bahnhof schon absehbar seiner Vollendung entgegengeht, sind auf der S-Bahnseite noch keine Bauaktivitäten zu erkennen. „Die Deutsche Bahn will am 17. September mit dem Bahnsteigbau beginnen“, so Göhring. Im kommenden Jahr starten die Bauarbeiten an der spektakulären Dachkonstruktion aus Stahl und Glas. Mitte 2018 soll das Verbindungsbauwerk „stehen“ und im Dezember 2018 der reguläre Fahrgastbetrieb aufgenommen werden. Einer späteren Verlängerung der U 4 in Richtung Wilhelmsburg steht baulich nichts im Wege: Unter der Station Elbbrücken ruht das Brückenwiderlager bereits auf 16 Pfählen. Göhring: „Wir schneiden nur zwei Nähte aus dem Endstück der Aussichtsplattform heraus und können die Brücke einhängen.“
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