Baustart für neue Wohnanlage in St. Georg

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Die Zukunft ab 2018 nach einem Entwurf von den Architekten Huke-Schubert und Berge Foto: Hartwig-Hesse-Stiftung

Hamburger Witwen-Stift macht Platz für das Hartwig-Hesse-Quartier mit 111 barrierefreien Wohnungen

St. Georg Rund 190 Jahre lang lebten alleinstehende Frauen im Witwen-Stift in der Alexanderstraße. Ermöglicht hatte Kaufmann Hartwig Hesse 1826 die bezahlbare Bleibe für Witwen und deren unverheiratete Töchter. Der Kaufmann hätte seine Freude, denn auch heute bleibt sich die nach ihm benannte gemeinnützige Stiftung treu.Wie berichtet war das Anfang der 1950iger Jahre wieder errichtete Witwenstift marode. Barrierefreiheit? Fehlanzeige. Zusammen mit dem Verwaltungsgebäude der Stiftung wurde es in den letzten Monaten zurückgebaut. So entstand ein Areal für das zukunftsträchtige „Hartwig-Hesse-Quartier“. Mit Baubeginn in der vergangenen Woche sollen neben 111 barrierefreien Seniorenwohnungen noch weitere Angebote für ältere Menschen im Stadtteil entstehen. Eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz etwa, Wohnmöglichkeiten für ehemalige Obdachlose sieht das Projekt zudem vor. Ein Teil des Areals wird an eine Baugemeinschaft mit Familien vermietet, zudem ist die Einrichtung einer Kindertagesstätte geplant.

Abschied vom Heim


„So werden wir modernsten Wohnansprüchen im Alter gerecht und fördern zugleich auch Kontakte und Begegnungen von Jung und Alt“, erklärt Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung. Stolz verweist er auch auf die zentrale Lage des Bauprojekts mit bezahlbarem Wohnraum mitten in St. Georg. Auf 7.140 Quadratmetern entstehen altengerechte und barrierearme Wohnungen für Senioren und ihre speziellen Bedürfnisse. Als Mieter mit Servicevertrag bekommen sie Hausnotruf und Freizeitangebote. Bei Bedarf werden sie vor Ort betreut vom Pflegedienst der Stiftung, die ihre Dienste auch im gesamten Stadtteil anbietet. Rund 90 Quadratmeter misst ein Apartment, das eine Senioren-Wohngemeinschaft beziehen könne. Ein zusätzliches Plus für Bewohner und Nachbarn seien die Gewerbeflächen, die für einen gastronomischen Betrieb sowie an Friseur, Fußpfleger oder Physiotherapeut vermietet würden. Auch die Verwaltung der Stiftung zieht mit dem Pflegedienst nach Fertigstellung des Quartiers wieder in die Alexanderstraße. Während der Bauzeit sitzen sie im Holsteinischen Kamp in Barmbek. Die Fertigstellung ist für Anfang 2018 avisiert, die Kosten belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro. (wh)

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Rainer Stelling aus St. Georg | 06.09.2016 | 16:06  
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