Baustart für neuen Wohnkomplex in St. Georg

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Ex-Bewohnerin Ingrid Schenk klettert gleich in die Baggerschaufel Foto: Haas

Bewohnerinnen des Witwen-Stiftes legen Grundstein für Hartwig-Hesse-Quartier

Von Waltraut Haas
St. Georg
Bis vor kurzem lebten sie hier im Witwen-Stift, am vergangenen Donnerstag legten ehemalige Bewohnerinnen an seiner Stelle den Grundstein für das neue Hartwig-Hesse-Quartier. Bei mildem Herbstwetter feierte die Hartwig-Hesse-Stiftung mit zahlreichen Gästen den Fortschritt ihres innovativen Vorhabens: Hier sollen nicht nur Senioren „gepflegt leben“ – so das Motto. Zugleich will die Stiftung auch das Zusammenleben mehrerer Generationen und über soziale Schichten hinweg fördern. Anfang 2018 ist das Ensemble an der Stiftstraße, Ecke Alexanderstraße voraussichtlich bezugsfertig, die 111 barrierefreie Wohnungen für Senioren bietet. Zudem wird eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz einziehen. Auch Ehemalige pflegebedürftige Obdachlose werden in Wohnungen beherbergt. Wohnungen für Familien sowie eine Kita sind im Rahmen einer Baugemeinschaft geplant. Wie berichtet, ersetzt das neue Quartier das sanierungsbedürftige Witwen-Stift, das im April abgerissen wurde. Gut gelaunt begrüßten die Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Annette Teichler, und Geschäftsführer Maik Greb ihre Gäste und Kooperationspartner. Bevor die Bewohnerinnen beim Eingraben der Zeitkapsel und der Grundsteinlegung mit anpackten, berichteten sie von ihrem Leben im Witwen-Stift. Nur vorübergehend leben sie jetzt in anderen Wohnungen der Stiftung. „Aber gleich nach der Fertigstellung ziehen wir alle hier ein“, versichern die Seniorinnen. Sie hätten schon die Baupläne studiert und freuen sich auf ihre künftigen Apartments – ganz besonders Ingrid Schenk, 78. „Ich war die letzte Bewohnerin, die im März auszog und vielleicht ziehe ich als erste hier wieder ein“, sagt die agile Seniorin.

Bezahlbar und modern


Annette Teichler und Maik Greb sind einer Meinung: Auch das neue Quartier sei geleitet von den Visionen und Werten des Stifters Hartwig Hesse (1778-1849). „Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum und erfüllen zugleich moderne Wohnansprüche im Alter. Zudem schaffen wir hier einen Mehrwert für das gesamte Viertel.“ Die Baukosten von rund 24 Millionen Euro würden überwiegend über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) sowie städtische Zuschüsse finanziert. Dafür garantiere die Stiftung bezahlbare Sozialwohnungen.

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