„Beeindruckendes Beispiel“

Anzeige
Fröhliche Gesichter in der Klosterschule: Direktor Ruben Herzberg (hinten l.) und seine Schüler empfingen drei Jury-Mitglieder des Deutschen Schulpreises (v.l.: Alexander Urban, Angelika Wolters und Udo Michallik) Foto: Hanke

Ganztagsgymnasium Klosterschule in Endrunde beim Deutschen Schulpreis

St. Georg Die Klosterschule am Berliner Tor zählt zu den 20 besten Schulen, die sich um den Deutschen Schulpreis beworben haben. Zwölf Jurorinnen und Juroren, pädagogische Praktiker und Bildungswissenschaftler, haben sie aus 110 Bewerbungen nach sechs Kriterien ausgewählt. Die sind: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.
Von den 20 Besten werden 15 zur Verleihung des Preises am 10. Juni nach Berlin eingeladen, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel sechs Preisträger auszeichnen wird. 100.000 Euro winken dem Sieger. Weitere 143.000 Euro werden unter den übrigen Preisträgern aufgeteilt.
Die Klosterschule bewirbt sich zum dritten Mal um den Schulpreis. Einmal war das Ganztagsgymnasium aus St. Georg bereits bei der Preisverleihung in Berlin dabei.
Mitglieder der Jurys, die die Schulen für den Schulpreis auswählen und der Stiftungen, die den Preis unterstützen, besuchten kürzlich die Klosterschule, um die Endauswahl der 15 Berlin-Reisenden vorzubereiten. Zwei Tage begutachteten sie Unterrichtsstunden, sprachen mit der Schulleitung, mit Lehrern, Eltern und Schülern.
Am Ende waren die Experten voll des Lobes für das Ganztagsgymnasium, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, Schüler in ihrer Individualität zu stärken und „angstfrei Schule zu machen“, wie es Ruben Herzberg, der Direktor der Klosterschule, formuliert.
Angelika Wolters (Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt) sieht die Klosterschule als „ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie sich Potenziale entwickeln können, wenn Freiheit und Freiraum geschenkt werden, was junge Leute zeigen können, wenn man sie lässt und ihnen etwas zutraut.“
Alexander Urban, Geschäftsführer der Heidehof-Stiftung, die den Schulpreis mitfinanziert, hat eine „sehr selbstbestimmte Atmosphäre“ wahrgenommen. Und Ministerialdirektor Udo Michallik, der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, hob hervor, dass hier Schülerinnen und Schüler „als Persönlichkeiten wertgeschätzt werden“, dass sowohl Begabte als auch „andere, die noch ein Stück brauchen“ gefördert werden und die Schule „trotz Breite und Vielfalt leistungsmäßig hervorsticht“. Ihr Resumee: „Eine gute Schule für unsere Kinder.“
Die Klosterschule wird derzeit von 930 Schülern besucht, die im Wesentlichen aus den umliegenden Stadtteilen kommen. Sie sprechen 40 verschiedene Muttersprachen und werden von über 80 Lehrkräften unterrichtet. In dem Ganztagsgymnasien besteht bis 16 Uhr ein pädagogisches Angebot. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige