Berufliche Chancen durch Weiterbildung

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Fit in Sachen Weiterbildung: Ulla Mesenholl (Mitte) weiß Rat. Foto: Haas

Beratungs-Team am Steindamm eröffnet Perspektiven

St. Georg. Wo gibt es Sprachkurse für Business English? Wie können Migrantinnen und Migranten ihr Deutsch verbessern? Welchen Berufsabschluss kann man während des Jobs absolvieren? Und können Erwachsene einen Schulabschluss nachholen? Was kostet das?
Ulla Mesenholl und ihre Kollegen sind fit und sie wissen Rat – in allen Fällen von Wissensdurst und Bildungshunger. Das Beratungs-Team am Steindamm kennt sich aus mit den persönlichen Chancen, die Weiterbildung eröffnen kann. Seit Jahrzehnten arbeiten die Berater im Auftrag des Amtes für Weiterbildung der Schulbehörde für ein Netzwerk von Hamburger Weiterbildungsinstituten. Die Gelegenheit zur individuellen Beratung, unabhängig und kostenfrei, findet gute Resonanz. „Hauptsächlich kommen Menschen zu uns auf der Suche nach Chancen für ihre berufliche Zukunft“, sagt Ulla Mesenholl. Auch um eine Horizonterweiterung geht es in den meisten Gesprächen. „Viele staunen über die Perspektiven, die wir ihnen eröffnen können.“ sagt die Beraterin, wobei allerdings auch manche Illusion ausgeräumt wird. Zugleich werde die Möglichkeit zur finanziellen Förderung von Weiterbildung geprüft. Gut ein Drittel der Ratsuchenden habe „Migrationshintergund“, rund die Hälfte sei arbeitslos.
So kommt etwa Detlef K. (36) vorbei, ratlos, weil er seit zehn Jahren immer nur kurzfristige Jobs bekommt. Nach dem Abi hat er eine Ausbildung im Print-Mediendesign absolviert, konnte aber nie richtig Fuß fassen im Traumberuf. Ob er sich beruflich neu orientieren sollte? Zunächst einmal wird in der Beratung der Stellenmarkt sondiert. Herr K. hätte eher im Bereich Web Design berufliche Chancen – müsste aber noch „nachsatteln“, mit einer speziellen Weiterbildung, finanziert von der Agentur für Arbeit, wenn sein Antrag Hand und Fuß hat. Dazu sollte Herr K. Weiterbildungsinstitute direkt kontaktieren, um Details zu klären. Herr K. könnte aber auch „umsatteln“, falls er sich vom Stellenmarkt wenig verspricht. In diesem Fall käme ein Quereinstieg im technischen Bereich in Betracht: „Im Flugzeug- oder Schiffsbau hätte er durchaus Chancen“, sagt Ulla Mesenholl.
Sakine N. (40), würde als ausgebildete Krankenschwester gerne im Krankenhaus arbeiten. Allerdings wird ihre Ausbildung in einem Nahost-Staat hier nicht anerkannt. Ihr Problem lässt sich in der Beratung lösen: Für die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse gibt es Kurse. Und nach einer 18-monatigen Anpassungsqualifizierung kann sie beruflich durchstarten.
Und Aishe Y. (33) strebt eine Arbeit in der Altenpflege an, ein Bereich, in dem Fachkäfte ebenfalls gesucht sind. Frau Y. erfährt in der Beratung, wie sie ihre Chancen verbessert: Indem sie an einer Fortbildung zur Betreuungskraft in Pflegeheimen teilnimmt. „Ohne Schulabschluss ist es allerdings besonders schwer“, stellt Ulla Mesenholl fest, vielen Ratsuchenden empfiehlt sie in diesem Fall spezielle Ausbildungsprogramme.
Jeder Fall sei anders gelagert und bedarf einer individuellen Beratung. „Wir sprechen vertraulich über persönliche Umstände ebenso wie über die Berufslaufbahn“, erklärt die Beraterin. (wh)
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