Bezirksamt Hamburg-Mitte zieht in Medienhaus

Anzeige
Der sogenannte Neubau von Axel Springer zwischen Kaiser-Wilhelm-Straße und Caffamacherreihe aus der Vogelperspektive. Bald zieht hier das Bezirks- amt Mitte ein Foto: FHH
Hamburg. Ein „Letter of Intent“, eine Absichtserklärung, sei bereits unterzeichnet, bestätigt Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde, jetzt einen spektakulären Immobilien-Deal. Die Stadt kauft in der Caffamacherreihe ein Gebäude von der Axel Springer SE, dem Medienhaus, zu dem bis vor kurzem auch das Hamburger Wochenblatt gehörte. Im Jahr 2017 soll in das Haus, das Anfang der 90er Jahre fertiggestellt wurde, das Bezirksamt Mitte mit seinen etwa 1000 Mitarbeitern einziehen.
Der Gebäudekomplex am Klosterwall, wo das Bezirksamt seit 1957 untergebracht ist, gilt wie berichtet als sanierungsbedürftig. Über den Umgang mit den vier Beton-Hochhäusern wird im Bezirk Mitte gerungen. Während die Kulturbehörde den Nachkriegsbau wegen seiner zeittypischen Architektur unter Denkmalschutz gestellt hatte, war Bezirksamtsleiter Andy Grote schon frühzeitig für einen Abriss - gegen die Meinung etlicher Bezirkspolitiker und Bau-Experten. Umzugspläne Richtung Hafencity wurden aus Kostengründen verworfen. Zuletzt präsentierte Grote Pläne für einen Neubau am
Schultzweg zwischen Hühnerposten und Amsinckstraße. Mit den am Dienstag offiziell bekannt gegebenen Umzugsplänen ins Verlagshaus ist der Neubau offenbar vom Tisch.
Das knapp 7000 Quadratmeter große Grundstück am Klosterwall dürfte bei Investoren großes Interesse wecken - eine Abrissgenehmigung für die Hochhäuser vorausgesetzt. Geld braucht die Stadt: Immobilienexperten schätzen laut NDR den Wert des Springer-Gebäudes auf rund 150 Millionen Euro. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige