Bieber-Haus: Aufenthaltsstätte schließt

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Mehrere hundert Flüchtlinge kamen täglich im Bieber-Haus an, jetzt nur noch wenige bis keine Foto: Haas

Kaum noch Transitflüchtlinge: Humanitäre Hilfe vor Ort ist nicht mehr nötig

St. Georg Die Nachfrage nach Unterkünften ist extrem zurückgegangen: Der paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg schließt zum 15. Mai die von ihm betriebene Tagesaufenthaltsstätte für Transitflüchtlinge im Bieber-Haus. Der Verband zeichnete verantwortlich für die Koordination der vielen ehrenamtlichen Helfer, die direkt am Hauptbahnhof auf 900 Quadratmetern Hilfesuchende betreuten (das Wochenblatt berichtete). „Mit dem Bieber-Haus haben wir Geflüchteten und freiwilligen Helfern ein festes Dach über dem Kopf geben können, das vor Regen, Wind und Kälte schützte. Gemeinsam mit den freiwilligen Helfern konnten wir Geflüchtete unter anderem medizinisch versorgen, ihnen Kleidung, Essen, eine Kinderbetreuung und einen Raum zur Erholung bieten“, so Joachim Speicher, Geschäftsführer des Paritätischen Hamburg. Die Einrichtung ersetzte seinerzeit die Zelte vor dem Hauptbahnhof, in denen Geflüchtete versorgt wurden. Diese Hilfe sei vor Ort aber nicht mehr nötig, die Zahl der Flüchtlinge, meist auf der Durchreise nach Skandinavien, habe stark nachgelassen. „Aufgrund der geschlossenen Grenzen kommen immer weniger bis gar keine Transitgeflüchtete mehr in Hamburg an, die die Hilfen im Bieber-Haus benötigen. Deswegen werden wir das Bieber-Haus zum 15. Mai schließen“, so Joachim Speicher, Geschäftsführer des Paritätischen Hamburg. Bereits zum 31. März hatten die Kirchen ihr Übernachtungsangebot eingestellt. Die Firma „Alstria“ hat die Räumlichkeiten im Bieberhaus bis August 2016 mietfrei zur Verfügung gestellt. Da das Angebot der Tagesstätte aber von vielen Geflüchten nach wie vor genutzt wird, würde der „Der Paritätische“ versuchen, eine Alternative zu den geschlossenen Räumlichkeiten zu finden. (wb)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 07.05.2016 | 17:41  
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