Binnenalster wird geschützt

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Böschungsmauern und Geländer an der Binnenalster, die umgebenden Straßen mit ihren Gebäuden wie der Neue Jungfernstieg – sie werden demnächst unter Denkmalschutz gestellt Fotos: Hanke

Gesamter Uferbereich unter Denkmalschutz gestellt

Von Christian Hanke
City. 3000 Objekte, die bislang nur so genannte erkannte Denkmäler sind, werden in Hamburg ab dem 1. Mai voraussichtlich unter Denkmalschutz stehen. Das heißt: sie wurden bereits für denkmalwürdig befunden, aber noch nicht unter Schutz gestellt (das WochenBlatt berichtete). Das spektakulärste neue Denkmal ist die Binnenalster. Auch wenn es sich hier um den „Typ: Wasserfläche“ handelt, steht nicht das Wasser unter Denkmalschutz. Es geht um das „Ensemble Binnenalster“, um die Einfassung und die Umgebung des großen Sees in der Hamburger City.
Im Einzelnen sind etwa Böschungen, Mauern und Geländer betroffen. So die Böschungsmauer, die Böschung und das Geländer am Ballindamm von der Lombardsbrücke bis zur Einmündung Alstertor sowie Mauer und Kai zwischen Alstertor und Reesendammbrücke und auch die Brücke selbst.
Ebenso die Mauer, das Geländer und die Allee vor dem Alsterpavillon beziehungsweise in deren Verlängerung am Neuen Jungfernstieg. Auch die „bastionsartige durch Mauer und Plastik gestaltete Terrasse“ in der Nordwestecke der Binnenalster und die „parkartige Gestaltung“ unterhalb der beiden Brückenzufahrten mit Polygonalmauerwerk“ an der Lombardsbrücke stehen bald unter Denkmalschutz. Außerdem auch die Lombardsbrücke selbst, inklusive Durchfahrt.
Unter Denkmalschutz werden auch die die Binnenalster umgebenden Straßen Ballindamm, Jungfernstieg und Neuer Jungfernstieg mit ihren Häusern gestellt. Da gibt es allerdings den feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen Gebäuden, die wie andere Häuser unter Schutz stehen, und solchen, die mit der Bemerkung „nicht konstituierend“ versehen sind. Diese Gebäude stehen nur im Zusammenhang mit dem Ensemble Binnenalster unter Schutz, nicht als einzelne Häuser. Sie können abgerissen oder verändert werden. Die Neubauten beziehungsweise die Veränderungen an den vorhandenen Gebäuden müssen aber dem Charakter des Ensembles angepasst werden. Darauf achtet das Denkmalschutzamt. Hamburgs „gute Stube“ wird also überwacht. Rund um die Binnenalster ist übrigens nur Werbung in weißem Licht zugelassen - laut Binnenalster-Verordnung. (ch)
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