Buddelei startet wieder: Umbau von April bis Juni

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Kirchenallee: Die beiden Links-Abbiegespuren werden beim Umbau auf eine Spur reduziert Foto: luc
 
Erleichterung für Anwohner, Besucher und Kunden: Die Ladezonen, werktags für den Lieferverkehr reserviert, dürfen von 20 bis 9 Uhr und am Wochenende auch von Fahrzeugen genutzt werden Foto: luc

Schwerpunkte sind Lohmühlenstraße und Kirchenallee

Von Annette Luckey
St. Georg
Bald wird im Stadtteil wieder gebaut: Von Mitte April bis Juni werden an den beiden Enden der Langen Reihe die Abschnitte Lohmühlenstraße und der Knotenpunkt Kirchenallee umgestaltet. An der Lohmühlenstraße bleiben die Ampel und die Kreuzung erhalten. Der ursprünglich geplante Kreisel wurde wunschgemäß gestrichen. Die Bushaltestellen stadtein- und stadtauswärts werden lediglich behindertengerecht begradigt und so verlängert, dass der Bus problemlos auf die Fahrbahn in den Verkehr einfahren kann. Der Linksabbieger von der Langen Reihe in die Lohmühlenstraße Richtung Alster wird
verlängert, damit stadtauswärts kein Rückstau entsteht. Neu angeordnet werden die Radwege in dem Bereich. Am AK St. Georg wird die Radspur zur Parkseite verlegt, damit es an der Bushaltestelle zu keinen Kollisionen mit den Fahrgästen kommt. Die stadteinwärts führende Radspur soll dagegen vom Gehweg auf die Straße verlagert werden.
An der Kirchenallee sind größere Veränderungen geplant. Die beiden Linksabbiegespuren vor dem Schauspielhaus an der Kirchenallee in die Ernst-Merck-Straße werden auf eine Spur reduziert. „So können die Fahrzeuge ohne Verschwenkung geradeaus in die Lange Reihe einfahren und vor dem Schauspielhaus entsteht mehr Platz für Fußgänger und eine Fahrzeugbucht“, erläutert Carsten Buck, Geschäftsführer des Projekts Busbeschleunigung.
Neu geordnet und flüssiger gestaltet wird auch die Verkehrsführung in umgekehrter Richtung. Neben dem Rechtsabbieger in die Ernst-Merck-Straße und der Geradeausspur Richtung Hauptbahnhof wird mittig eine separate Busspur für die langen Gelenkbusse eingerichtet. Erhoffter Effekt der Umgestaltung des Knotenpunktes: Alles fließt besser und die Umschaltphasen für die Ampeln verkürzen sich damit. Es gibt für alle Verkehrsteilnehmer häufiger Grün – bei gleichbleibender Überquerungszeit für die Fußgänger. Für den 25. Februar ab 18 Uhr wird der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer die Anwohner und Gewerbetreibenden zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Heinrich-Wolgast-Schule einladen und mit den Betroffenen den Bauablauf abstimmen. „Auf Vollsperrungen wird bis auf vereinzelte Asphaltierungsarbeiten ganz verzichtet und der Verkehr als Einbahnstraße stadtauswärts geführt“, verspricht die Pressesprecherin der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Susanne Meincke, vorweg.

Positive Resonanz


Auf positive Resonanz ist mittlerweile die Umgestaltung der Langen Reihe gestoßen. „Die Straße ist schön geworden und die auf die Straße verlegten Bushaltestellen, die den Verkehrsfluss stoppen, haben zur Folge, dass der Durchgangsverkehr sich verlangsamt und abgenommen hat“ , fasst Geschäftsinhaber Carsten Peckmann von der Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden an der Langen Reihe die positiven Veränderungen durch das Busbeschleunigungsprogramm zusammen. Auch die Fußgänger profitieren von der Neuordnung des Straßenraums. Die kleinen Mittelinseln sorgen nicht nur dafür, dass in der zweiten Reihe nicht mehr geparkt werden kann, sondern erleichtern den Fußgängern die Überquerung der Straße. Peckmann: „Alles ist durchlässiger geworden.“ Mit dem Umbau der Langen Reihe im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms waren etliche weitere Parkplätze weggefallen. Sieben Ladezonen wurden eingerichtet, damit Anlieferer den Busverkehr nicht mehr behindern, weil die Parkbuchten zu schmal oder zugestellt waren und sie notgedrungen in der zweiten Reihe halten mussten.
Seit Jahresbeginn darf nun in den Ladezonen wieder geparkt werden – von 20 Uhr am Abend bis zum nächsten Morgen 9 Uhr und am Wochenende rund um die Uhr. Mit der befristeten Freigabe können Anlieger und Besucher in Ladezonen und den kostenpflichtigen Parkbuchten entlang der Straße nachts bis zum nächsten Arbeitstag sorgenfrei parken – dafür haben die im Stadtteilbeirat vertretenen Einwohner, Gewerbetreibenden, der Einwohner- und der Bürgerverein gesorgt.
Nicht nur für Parkplätze, auch für den Erhalt der Ampeln – vor allem an der Danziger Straße, für Kartenautomaten, Fahrradstellplätze und für den Verzicht auf einen Kreisel an der Lohmühlenstraße hat der Stadtteilbeirat konstruktiv gestritten – mit Erfolg. „Ein Bürgerbegehren haben wir nicht nötig gehabt“, so Michael Schwarz einer der aktiven Interessensvertreter im Stadtteilbeirat.
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