BUND fordert Pestizid-Verbot

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Mit einer Protestaktion hat der BUND auf dieGefahren durch Glyphosat hingewiesen Foto: Grell

Protest-Aktion am Jungfernstieg gegen Pflanzenschutzmittel Glyphosat

Von Karen Grell
Hamburg
Im Deutschen Bundestag wird jetzt über einen glyphosat-kritischen Antrag abgestimmt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Hamburg, hatte bereits im Vorfeld alle Hamburger Bundestagsabgeordneten aufgefordert, diesen Antrag zu unterstützen. Die Abstimmung wird als wichtiges Signal für die in der kommenden Woche anstehende Entscheidung auf EU-Ebene zur Wiederzulassung von Glyphosat angesehen. Mit einer Protestaktion am Jungfernstieg hat der BUND auf die Belastung von Lebensmitteln und Umwelt aufmerksam gemacht. Der Bund kritisiert die Haltung Hamburgs in der Glyphosat-Debatte. Das auch in Deutschland am häufigsten eingesetzte Pflanzenschutzmittel gilt als „wahrscheinlich krebserregend“. Forscher der Weltgesundheitsorganisation WHO widersprechen dem allerdings aktuell.

Mehr Entschiedenheit


Das Umweltbundesamt sieht durch die Anwendung auch die Artenvielfalt bedroht. Als Folge der massiven Ausbringung in der Landwirtschaft kann der Stoff mittlerweile in fast 80 Prozent der Hamburger Gewässer nachgewiesen werden. Glyphosat findet sich verstärkt auch im menschlichen Körper wieder, da die Aufnahme offenbar vor allem über Backwaren aber auch über Haferflocken, Bier und Weintrauben erfolgt.

„Glyphosat ist mittlerweile allgegenwärtig und schädigt Umwelt und Mensch. Es braucht deshalb jetzt auf allen Ebenen ein klares „Nein“ für die Zulassung des umstrittenen Pestizids.“ Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer vom BUND

„Glyphosat ist mittlerweile allgegenwärtig und schädigt Umwelt und Mensch. Es braucht deshalb jetzt auf allen Ebenen ein klares „Nein“ für die Zulassung des umstrittenen Pestizids“, so Manfred Braasch, BUND-Landesgeschäftsführer, der hofft, dass alle Hamburger Abgeordneten bei der Abstimmung Farbe bekennen. „Hamburgs Regierung agiert in Sachen Glyphosat nur halbherzig. Ein konsequenter Verbraucher- und Umweltschutz sieht anders aus“, so Manfred Braasch, der sich mehr Entschiedenheit im Kampf gegen Gift im Essen wünscht. Die Auswirkung auf die Natur durch Nutzung des Pflanzengiftes sei so erheblich, dass sich der BUND uneingeschränkt gegen den Nutzen ausspricht, mittlerweile bundesweit über 100.000 Protestmails auf den Weg gebracht hat. (kg)
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