Bundestagswahl 2017: Wahllokal oder Wohnzimmer?

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Bundestagswahl 2017: Jeder Fünfte nutzt schon die Briefwahl. Benachrichtigungen werden jetzt verschickt Symbolfoto: thinkstock

Jeder Fünfte nutzt schon die Briefwahl. Benachrichtigungen werden jetzt verschickt

Hamburg Noch in den 1970er- Jahren gehörte es in Deutschland zu den „staatsbürgerlichen Pflichten“ und zum guten Ton, zur Bundestagswahl zu gehen. Und das im Wortsinn: Man stimmte persönlich im Wahllokal ab. Doch was, wenn man am Wahltag im Urlaub ist, oder das Wahllokal nicht barrierefrei? Wer in einem Wahlverzeichnis eingetragen ist, hat das Recht auf Briefwahl. Ohne Angabe von Gründen, man braucht also kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man nicht persönlich ins Wahllokal geht. Mittlerweile nutzt jeder Fünfte diese Möglichkeit – Tendenz steigend.

Briefwahl online beantragen

Wie komme ich nun zu meinen Briefwahlunterlagen? Wer besonders ungeduldig ist, kann sie online unter www.hamburg.de/briefwahl beantragen. Ab kommenden Montag werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt. Darin enthalten ist ein Formular, mit dem die Briefwahl klassisch per Post beantragt werden kann. Wahlzettel und weitere Unterlagen kommen nach Angaben des Hamburger Landeswahlleiters drei bis vier Tage nach Eingang des Antrages per Post ins Haus.

Briefwahlunterlagen abholen

Es gibt aber noch eine Möglichkeit: Seit gestern kann man persönlich zur zuständigen Wahldienststelle im jeweiligen Bezirksamt gehen, die Briefwahlunterlagen abholen oder auch gleich dort wählen. Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen! Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr. Am Freitag, 22. September, von 8 bis 18 Uhr. Bis spätestens dann sollte der Antrag im Bezirksamt gestellt werden.

Portofreier Versand

Es gibt aber auch Ausnahmen. Wer plötzlich erkrankt, kann den schriftlichen Antrag noch bis 15 Uhr am Tag der Wahl stellen. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen bis Sonntag, 24. September, 18 Uhr, beim zuständigen Bezirksamt eingetroffen sein. Wer spät dran ist kann die Umschläge auch am Sonntag im Bezirksamt abgeben. Der Versand ist innerhalb Deutschlands übrigens portofrei. Die eingegangenen Umschläge mit den Wahlzetteln werden in den Wahlkreisen von eigenen Briefwahlvorständen geprüft und gezählt. Dies geschieht unmittelbar nach Schließung der Wahllokale. Ihre Stimmen sind damit Teil des Gesamtergebnisses. (rg)

Weitere Infos: Briefwahl in Hamburg

Lesen Sie auch: Bundestagswahl 2017: Für wen die Erststimme?
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2 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 16.08.2017 | 08:09  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 16.08.2017 | 18:28  
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