Chor in St. Georg

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Der Chor trifft sich immer freitags und hofft auf einen neuen Leiter. Fotos: kg

Singen macht einfach glücklich

St. Georg. Wie lange die Chormitglieder in St. Georg sich schon treffen, daran können sich die meisten gar nicht erinnern. „Es müssen über zwölf Jahre sein“, überlegt Hildegard Langer, eine der ältesten unter den Aktiven. Warum man überhaupt zusammen singt? Das können die Hobbysänger schnell beantworten. „Singen, das ist einfach eine Herzensfreude“. Wer nicht mehr singe und lache, mit dem stimme irgendetwas nicht, schmunzeln die zehn Damen und zwei Herren der morgendlichen Runde. Große Anforderungen gibt es bei der offenen Gruppe nicht. Lust am Singen und gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen, das reiche schon aus. Gesungen wird nach Gehör. Auch diejenigen, die keine Noten lesen können, sind also dabei, wenn es heißt „Der Mai ist gekommen“ oder „Die Gedanken sind frei“. Schlager, Volkslieder und alles, was schon alle anderen Chöre gesungen haben, stehen auf dem Programm der Truppe, deren Mitglieder nicht alle aus dem Viertel kommen. Die 88-Jährige Hildegard Langer beispielsweise nimmt einen Weg von Ottensen aus in Kauf, um in der geselligen Gruppe dabei sein zu können. Veranstaltet wird das gemeinsame Singen von der Initiative „Lange aktiv bleiben“, die ihr Büro direkt am Hansaplatz hat. Etwas bedauerlich finden die meist über 60 Jahre alten Chormitglieder, dass es zurzeit keinen Chorleiter gibt. Der vorherige Leiter Peter Runck musste aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. Wenn aber ein so lustiger und quirliger Haufen, wie in St. Georg zusammenkommt, dann brauche man schon jemanden, der ein paar zusammenfassende Worte findet und sich vor Allem auch für die Organisation von Auftritten und die Auswahl neuer Stücke einsetzt. „Mitbringen muss der neue Chorleiter nur dieselbe Fröhlichkeit, die hier selbstverständlich ist“, erhoffen sich die zwölf festen Interpreten. „Wenn er auch noch ein Instrument spielt, dann wäre das der absolute Glückstreffer“. Getroffen wird sich immer am Freitag um 10 Uhr. Die meisten sind deshalb schon Rentner, was aber „keinesfalls eine Bedingung zum Mitmachen ist“. Eineinhalb Stunden geht es dann durch die Vielfalt der Volksmusik und selbst bei grauem Himmel und Nieselregen strahlen hier hinterher alle. Wer Lust hat und mitsingen möchte, der könne einfach einmal im Büro von „Lange aktiv bleiben“ am Hansaplatz vorbeikommen. Wer nicht singen möchte, der findet dort auch viele andere Angebote für Senioren und alle, die gern in Gesellschaft sind. (kg)
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