City-Höfe: Suche nach Lösung geht weiter

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Geht es nach dem Senat, könnten die Hochhäuser trotz Denkmalschutz abgerissen werden Foto: Timm

Thema auf der Tagesordnung der Bürgerschaft am 31. März

City Das Hamburger Denkmalamt hält einen Neubau an Stelle der City-Höfe weiter für möglich, plädiert aber für eine Lösung, die im Einklang mit dem Gebiet steht, das Unesco-Welterbestatus hat. Die Initiative City-Höfe kritisiert weiter den Umgang mit diesem Thema. Es gilt nach wie vor, dass ein Neubau an dieser Stelle möglich ist, wenn dieser mit erheblichen städtebaulichen Vorteilen für die Stadt verbunden ist. Anja Bornhöft aus der Kulturbehörde erklärt, es werde im laufenden Verfahren weiter darauf ankommen, „dass eine Lösung gefunden wird, die insbesondere im Einklang mit dem benachbarten Weltkulturerbe steht“. Die City-Höfe – jenes Bauwerk am Klosterwall, das zwar einen überaus vernachlässigten Eindruck macht, aber eigentlich unter Denkmalschutz steht. Seit Jahren wird diskutiert, ob der Komplex abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird, der – so eine erste Skizze in der entsprechenden Senatsdrucksache – noch auf den Deichtorplatz hinausgeht. Am 31. März ist das Thema unter Punkt 43a auf der Tagesordnung der Bürgerschaft. Ein Beschluss scheint nicht vorgesehen, der Ausschuss selbst befasst sich einen Tag später mit anderen Themen. Marco Alexander Hosemann von der Initiative City-Höfe hofft weiter, dass es nicht zu einem Abriss der Gebäude kommt: „Der Senat ist sich seiner Sache nicht sicher“. Zunächst gehe es bei den Entscheidungen ja nicht um den Abriss, sondern die so genannte „Anhandgabe“ des Grundstücks an einen Investor. Es sei, sagt Hosemann, „noch nicht das letzte Wort gesprochen“. Die Parteien sind sich nach Eindruck Hosemanns nicht einig, die Mehrheit sage, wo es langgehe. Die Stadt Hamburg strebt an, für das Gelände einen Architekturwettbewerb veranstalten zu lassen. Der „wird nichts Qualitätsvolles liefern“, glaubt Hosemann. Er fürchtet eine städtebauliche Erhöhung nach Norden und etwas, das sehr „sehr wuchtig“ wird. Das Kontorhausviertel werde verstellt. Ist der Unesco-Welterbestatus in Gefahr? Da „scheiden sich die Geister“, antwortet Hosemann und weist darauf hin, dass sich im Kontorhausviertel zwei weitere Klophaus-Bauten fänden. Der Mohlenhof und das Bartholomayhaus stammten ebenfalls von diesem Architekten, durch die drei Bauten (mit den City-Höfen) würde ein Stück Baugeschichte gezeigt „Denkmalschutz“, findet Hosemann, „ist gebaute Identität“. Was Oberbaudirektor Jörn Walter als Chance sehe, ließe sich tatsächlich auch im Bestand realisieren. (fbt)
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