Dammtor voll gesperrt

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Die Baustelle am Dammtor-Bahnhof wirkt verwaist. Gearbeitet wird derzeit im Mauerwerk der Bahnhofsfassade. Foto: Hanke/hfr

In den kommenden Wochen fährt hier nichts mehr

Von Christian Hanke

City. Immer wieder die Baustelle am Dammtorbahnhof: Seit März 2010 sind rund um den Dammtorbahnhof Straßen gesperrt und Bushaltestellen verwaist. Autofahrer sind genervt und Busse müssen Umwege fahren. Die Eisenbahnbrücken sind längst fertiggestellt. Aber der Dammtordamm, die Hauptstraße in Richtung Innenstadt, ist immer noch gesperrt und darf in den nächsten Wochen auch von den stadtauswärts fahrenden Bussen nicht mehr genutzt werden. Derzeit werden Sandsteinquader an der Bahnhofsfassade in Feinarbeit nach den Vorgaben des Denkmalschutzamtes wiederhergestellt. „Die Steine waren eingelagert, müssen nun eingepasst beziehungsweise erneuert werden“, sagt Egbert Meyer-Lovis, der Sprecher der Deutschen Bahn Hamburg. Deshalb wirkt die Baustelle verwaist. Die Arbeiten vollziehen sich nur an der Fassade. Facharbeiter stehen dort auf Gerüsten, werkeln an den Steinen. Vor einigen Tagen hat aber auch die Wiederherstellung des Dammtordamms begonnen. Auf der Straße zwischen Dammtorbahnhof und
Stephansplatz lagerten die schweren Brückenteile, welche die alten Brücken ersetzten. Zunächst werden unter den Bürgersteigen die Ver- und Entsorgungskabel neu verlegt. Anschließend muss die Straße bis 70 Zentimeter Tiefe abgetragen und ganz neu hergerichtet werden. Die Arbeiten sollen am Ende des Jahres beendet sein. Die komplette Sperrung des Dammtordamms hat weitere Umleitungen für die Buslinien im Bereich Stephansplatz/Gänsemarkt zur Folge. Die Straßensperrungen und Abbiegeregelungen am Theodor-Heuss-Platz bleiben wie seit Monaten bestehen. Die komplette Sperrung des Dammtordamms hat weitere Umleitungen für die Buslinien im Bereich Stephansplatz/Gänsemarkt zur Folge.
Die Straßensperrungen und Abbiegeregelungen am Theodor-Heuss-Platz bleiben wie seit Monaten bestehen. (ch)

Umfrage

Das Hamburger WochenBlatt hat mit einer Straßenumfrage nachgehakt. Was sagen die Hamburger zu der Baustelle? Während sich alle darin einig sind, dass die Baustelle Probleme macht, gehen die Meinungen trotzdem deutlich auseinander: So spricht Taxifahrer Hassan Kalali von einer „Katastrophe“, ein Busfahrgast stellt jedoch nur fest: „Wo gebaut wird, gibt es Probleme.“

Irreführende Ampel

Auch die Studenten der Universität spüren die Behinderung. Student Siegfried Holger meint: „Den Weg zum Fitness-Center in der Stadt laufe ich lieber.“ Andere sprechen von „Chaos“ und „Störung“: Helga Chinnow bezeichnet die Situation für Fahrradfahrer gar als „Hölle.“ Kerstin Gregor wohnt in der Nähe und sorgt sich wegen der irreführenden Ampelschaltung um ihren Nachwuchs: „Kinder werden oft fast angefahren“, sagt sie. (vk/hfr)
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