Das neue Herz der HafenCity

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Spektakuläre Waterfront, renommierte Architektur von elf Gebäuden. Das neue Gesicht für das südliche Überseequartier: in einer Simulation von Unibail-Rodamco
 
Zahlreiche Interessierte waren der Einladung zur Plandiskussion gefolgt Foto/Repro: Haas

Mehr Wohnungen und Läden: Überarbeitete Pläne für Überseequartier Süd vorgestellt

HafenCity Nach jahrelanger Flaute kommt wieder Bewegung in den Bebauungsplan für das südliche Überseequartier. Neue detaillierte Entwürfe für „HafenCity 15“ wurden kürzlich im Kesselhaus bei einer öffentlichen Plandiskussion präsentiert. Im kommenden Jahr werde der Bebauungsplan beschlossen, ab 2017 könne der Bau für das Mega-Quartier zwischen Magdeburger Hafen, Überseeallee und San Franciso Straße starten. Bis 2021 würde es fertiggestellt. Nach erneuter Ausschreibung stieg der französische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco im Dezember 2014 ein und startete seine ambitionierte Projektentwicklung mit einer Investition von 860 Millionen Euro, erklärte Ulrich Wölfer. Der Chef-Entwicklungsmanager zeigte bestechende Entwürfe namhafter Architekten für insgesamt elf Gebäudekomplexe. Nach Fertigstellung werde der Konzern das Quartier 20 Jahre lang betreiben, dessen Nutzungskonzept und städtebauliche Struktur umfassend überarbeitet wurden: Der Einzelhandel werde attraktiver, Bürofläche zugunsten von mehr Wohnungen reduziert. Ebenso lasse sich das Kreuzfahrtterminal besser in das Quartier integrieren. Das „kommerzielle Herz der HafenCity“ beherberge künftig eine ausgeklügelte Mischung von Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Entertainment, Hotel und Büroflächen. Die Wohnungen mit Blick aufs Wasser entstehen überwiegend nördlich der U-Bahntrasse: um Konflikte etwa mit dem Trubel vom Kreuzfahrtterminal oder mit dem abendlichen Betrieb eines Multiplex-Kinos zu vermeiden. Die Wege zwischen den Gebäuden südlich der U-Bahn werden vor Wind und Regen durch ein Glasdach mit einem architektonisch beeindruckenden Design geschützt.

Grüner Charakter gelobt


Der Entwurf erntete etliche Vorschusslorbeeren. Von einem „Quartier der Superlative“ sprach etwa Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH. So biete es etwa „das erste vertikal organisierte Kreuzfahrtterminal für zwei Liegeplätze“, das 3.000 Passagiere gleichzeitig abgefertigen könnte: „nach Singapur das zweite in der Welt.“ Auch den „grünen Charakter“ nicht nur der Dächer betonte der Professor: Der motorisierte Verkehr verlaufe unter der Erde und biete optimalen Lärmschutz. Fußgänger und Radfahrer würden mit attraktiven Wegen an die neue Waterfront gelockt. Der kommerzielle Zuwachs ergänze den Einzelhandel in der Innenstadt. Und mit dem neuen Quartier gewinne Hamburg deutlich an Attraktivität.

Kein Platz für Fähren


Auf Nachfragen aus dem Publikum: Selbstverständlich wird barrierefrei gebaut. Einzelhändler aus Hamburg sind willkommen. Nur Skipper haben an der neuen Waterfront keine Chance: An den für Kreuzfahrtschiffe ausgelegten Terminals können weder Jollen noch Yachten oder Hadag-Fähren anlegen. Gegen die Überflutungsgefahr hätten sich die geplanten Warftgeschosse bei vielen Neubauten in der HafenCity bereits bewährt. Und zur künftigen Schadstoffbelastung durch anlegende Kreuzfahrtschiffe stimmen Gutachten günstig: Die Emissionen der Luxusliner würden künftig deutlich reduziert. (wh)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 02.01.2016 | 12:29  
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