Demo gegen Rechtsextremismus

Anzeige
Muslimische Bürger forderten ein friedliches Miteinander ohne Gewalt. Foto: Grell

Route führte durch die Innenstadt

City. Ein Jahr nach dem Auffliegen der rechtsextremen Terrorzelle NSU sind bundesweit Menschen gegen Rassismus und Neonazi-Terror auf die Straße gegangen. Auch in Hamburg waren rund eintausend Protestler angekündigt, die ab dem Hansaplatz durch die Innenstadt ziehen wollten. Und das, obwohl die Behörden bis kurz zuvor noch versucht hatten, die gewünschte Route zu kippen. Ab 12 Uhr zogen Gegner von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit durch die Lange Reihe zu ihrer ersten Kundgebung am Steindamm.
Bedrückender Hintergrund der Demonstration: Vor einem Jahr war in Bahrenfeld der Gemüsehändler Süleyman T. ermordet worden. Auch diese Tat geht nach jetzigem Kenntnisstand der Ermittler auf das Konto der rechtsextremistischen Terroristen aus Zwickau. Die Hamburger Demonstranten forderten die Aufklärung der Taten und gedachten der Opfer. Die von der Innenbehörde und der Polizei befürchteten Ausschreitungen von Linksextremisten blieben aus. Die gesamte Veranstaltung verlief friedlich. Aufgrund der Befürchtungen hatten die Behörden vorher versucht, die Route des Zuges umzuleiten - weg von der Innenbehörde. Doch das Gericht entschied zugunsten der Protestler. „Das ist eine Ohrfeige für die Behörden“, so ein Redner am Hansaplatz. Die Polizeipräsenz war dennoch beachtlich, Hunderte Beamte hatten in den Seitenstraßen Stellung bezogen, Wasserwerfer am Straßenrand installiert und Beamte auf Pferden eingesetzt, um eventuellen Krawallen entgegenzuwirken.
Die Demonstranten forderten vor allem, Rassismus entgegenzutreten und Faschismus zu bekämpfen. (kg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige