Drei Überfälle in kurzer Zeit

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Günther S. betreut den Post-Shop in Hohenfelde. Am Abend holt er sich zur Sicherheit immer Unterstützung ins Geschäft. Fotos: kg

Wie sicher ist der Mühlendamm?

Hohenfelde. Nachdem ein Kiosk im Mühlendamm in Hohenfelde vor Kurzem von einem flüchtigen Verbrecher überfallen worden war, ist die Lage angespannt in Hohenfelde. „Wir sind abends immer zu zweit im Geschäft“, erklärt der Auszubildende Deniz vom Uhlandshop, der aus Sicherheitsgründen weder seinen kompletten Namen nennen möchte, noch auf einem Foto erkennbar sein will. „Bei uns haben sie vom Garten aus eingebrochen“, erinnert eine Kundin im Laden, die auf jedem Fall auch anonym bleiben möchte. Auch wenn die Umfrage ergibt, dass eigentlich keiner „so richtig Angst hat“, zeigt die Stimmung ein anderes Bild. Meinungen zum Thema Sicherheit gibt es viele, doch :„Ändern kann man ja doch nichts“ ist die allgemeine Sichtweise im Viertel. Warum ausgerechnet in Hohenfelde häufig eingebrochen werde, das können sich die wenigsten Anwohner so recht erklären. „Vielleicht ist es der erste Stadtteil unweit des Hauptbahnhofes, der etwas abseits gelegen ist und so Möglichkeiten für Diebstähle bietet.“ Günther S., der in der Postfiliale arbeitet, war nach dem Überfall auf den benachbarten Kiosk weniger beunruhigt. „Eigentlich war mir dann klar, dass der Verbrecher hier kein zweites Mal auftauchen würde“. Günther S. achtet dennoch auf die Kunden, die den Laden betreten und die Dame, die schon drei Mal überfallen wurde, rät nie die Tür zu öffnen, wenn nicht sicher ist, wer dort zu erwarten ist. „Wenn ich an der Gegensprechanlage keine Antwort bekomme, dann wird nicht geöffnet“. Auch der Azubi Deniz wohnt in Hohenfelde und kennt die Gesichter aus der Nachbarschaft. Große zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen hält er für sinnlos. Vielleicht hilft einfach die Aufmerksamkeit im Stadtteil. Die Verhaftung des Kriminellen gibt den meisten dennoch ein neues Gefühl von Sicherheit. „Ich bin froh, dass der wieder hinter Gittern sitzt“. (kg)
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