„Elphi“ - jetzt wird‘s sauber

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Die „Verpackung“ des Sockels hat praktische Gründe, dahinter wird die Fassade gereinigtFoto: Stammer

Die Fassade am Sockel wird saniert.
Auch innen geht’s voran

Von Silvia Stammer
HafenCity. Von der Wasserseite fällt es besonders auf: Die Klinkerfassade am Sockel der Elbphilharmonie ist komplett eingerüstet, mit Planen abgedeckt. Hier war allerdings nicht Verpackungskünstler Christo am Werk. Kulturbehördensprecher Enno Isermann erklärt: „Die alte Klinkerfassade des Speichers wird saniert, genauer gesagt werden die alten Mauerwerksfugen saniert und die Fassade gereinigt.“
Im Sockel der künftigen Elbphilharmonie sollen später der kleinste Konzertsaal („Kaistudio“), ein Instrumentenmuseum für Kinder und Jugendliche, Backstage-Räume, die 82 Meter lange Rolltreppe, über die die Besucher auf die Plaza kommen, sowie der Wellnessbereich und die Konferenzräume des Elbphilharmonie-Hotels untergebracht sein. Das Lagerhaus, der sogenannte Kaispeicher A, war vor 50 Jahren nach Entwürfen von Architekt Werner Kallmorgen gebaut worden. Kallmorgen selbst war nach dem Krieg in zahlreichen Wiederaufbauprojekten aktiv, unter anderem in der Speicherstadt. Er entwarf auch das AK Altona. Der Krankenhausbau wurde aber viel teurer als erwartet und Kallmorgen verließ nach massiver Kritik Hamburg in Richtung Bayern. Teurer als erwartet wird bekanntlich auch die Elbphilharmonie. Jüngste Schätzungen gehen von einem Gesamtpreis von 789 Millionen Euro aus. Nachdem sich die Stadt mit dem Konzern Hochtief auf den Weiterbau geeinigt hat, sind derzeit rund 250 Bauarbeiter und 100 Ingenieure auf der berühmten Baustelle tätig.

Im Herbst kommt die „weiße Haut“

Nachdem im November 2012 die Dach auf die Mauern des Gebäudes gesenkt wurden, wird jetzt weiter am Konzertsaal gebaut. Dazu Enno Isermann von der Kulturbehörde: „Oberhalb des großen Saals hat in Abstimmung mit der japanischen Firma Nagata-Acoustics die Montage der Lüftungsanlagen in der Technikebene begonnen. Parallel
hierzu erfolgt die Herstellung der Saaldach-Innenschale.“ Der Zeitplan sieht so aus: Im Herbst dieses Jahres beginnen die Arbeiten für die Unterkonstruktionen der Catwalks sowie der sogenannten Weißen Haut, also der weißen Innendecke, die die Zuschauer sehen. Der eigentliche Innenausbau ist erst später dran, da zunächst das Dach fertiggestellt werden muss. Ende 2016 soll die Weiße Haut und der Technikbereich über und im Großen Saal fertig sein.
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