Endlich Frühling im Stadtpark

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Aileen und Jona aus Fuhlsbüttel verführten ihren Gast Juliane aus Heidelberg angesichts der Sonne zu einem späten Frühstück auf der Picknickdecke in den StadtparkFotos: ho
 
Klaus Niemeyer grillte mit Frau, Kindern und Freunden die ersten Würstchen der Freiluft-Saison

Hoch „Notburga“ verwöhnt Hamburg / Doch am Wochenende wird‘s kälter

Von Holger Hollmann
Barmbek. Die Meteorologen hatten ihn versprochen, und Petrus hat geliefert: Endlich hat der Frühling nicht nur kalendarisch, sondern auch von den Temperaturen her Einzug gehalten. Tagsüber zweistellige Gradzahlen und nachts kein Frost mehr. Das Hoch „Notburga“ sorgt seit Sonntag für angenehme Temperaturen, an die manche Hamburger schon gar nicht mehr geglaubt hatten. Doch nun können endlich die Winterjacken im Keller oder auf dem Dachboden verstaut werden – zusammen mit den Handschuhen und den dicken Wollschals.
Der Startschuss fiel pünktlich Sonntag Mittag, so wie es die Wetterexperten angekündigt hatten. Die Sonne setzte sich im Laufe des Vormittags gegen den Hochnebel durch und hob das Quecksilber bis auf knapp 20 Grad. Ab dem Mittag füllten sich dann auch die Parkplätze entlang des Stadtparks. Frischlufthungrige bevölkerten die Wege des größten Hamburger Parks und manch‘ einer hatte auch schon an den Grill gedacht - unter ihnen der Barmbeker Klaus Niemeyer mit Frau, Kindern und Freunden, die am großen Spielplatz am Planschbecken die ersten Würstchen der Saison 2013 über der heißen Grillkohle brutzelten. „Bis zum Morgen hatte ich noch gezweifelt, dass wir grillen würden“, sagte Klaus Niemeyer. „Gut dass das Wetter mitgespielt hat, wir haben uns alle sehr darauf gefreut.“ Warme Jacken hatten die beiden Familien zwar noch mit dabei, doch die lagen unbenutzt auf dem Fahrradanhänger.
Auch die riesige Sandkiste um das Planschbecken herum wurde endlich wieder von Kinderhänden mit Spielschaufeln umgepflügt. Spaß hatten dabei auch Emma (8) aus Alt-Osdorf und Neo (3) aus Neu Wulmstorf. „Wir sind extra in den Stadtpark gefahren, damit die Kinder ausgiebig spielen können – endlich wieder ohne allzu dicke Kleidung und ohne dass die Hände im Sand eiskalt werden“, sagten die Mütter Lea-Christin und Janine. Letztere hatte für ihren Sohn Neo sogar eine Badehose im Gepäck, falls das Planschbecken schon gefüllt gewesen wäre und das Thermometer über die 20-Grad-Marke gestiegen wäre.
Auf der großen Spielwiese dominierten ein halbes Dutzend Fußballspieler die Szene. Das Gartenbauamt hatte extra die vielen Maulwurfhügel einebnen lassen, um Bänderdehnungen bei den Freizeitkickern vorzubeugen. In der Unterzahl waren auf der Wiese dagegen die Picknicker, die sonst das Bild auf der großen Wiese prägen. Eine der wenigen Ausnahmen bildeten Aileen und Jona aus Fuhlsbüttel, die ihre Besucherin Juliane aus Heidelberg angesichts der Sonne zu einem späten Frühstück im Park auf der Picknickdecke einluden. Unter der Decke befand sich allerdings noch eine Plastikfolie gegen die Feuchtigkeit von unten.
Einziger Wermutstropfen, den mancher Allergiker unter den Spaziergängern bereits an juckenden Augen und kitzelnder Nase gespürt haben dürfte, war der mit dem wärmeren Wetter einsetzende Pollenflug. Der soll bei anhaltendem Temperaturniveau – laut Meteorologen bis Freitag – weiter zunehmen. Am Wochenende soll es auch sonnig bleiben, dann sinken die Top-Temperaturen jedoch auf voraussichtlich etwa elf Grad.
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