Erstes Hamburger Biber-Junge seit 200 Jahren

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Das erste Biber-Junge konnte jetzt in Hamburg fotografiert werden Fotos: Loki-Schmidt-Stiftung

Mitarbeiter des Biber-Projekts der Loki Schmidt Stiftung fotografiert Jungtier. Fundort bleibt geheim

St. Georg Die Loki Schmidt Stiftung mit Sitz in St. Georg entdeckte jetzt ein Biber-Junges in Hamburg. Das erst kürzlich fotografierte Biber-Baby ist das erste in der Stadt geborene Jungtier seit fast 200 Jahren, für das es auch einen bildhaften Beweis gibt. Mitarbeiter des Biber-Projekts der Loki Schmidt Stiftung hatten eine Kamera aufgestellt, mit der das Junge dann fotografiert werden konnte. Für die Loki Schmidt Stiftung ist das Foto des Biber-Jungen eine kleine Sensation, denn fast 200 Jahre waren die Säugetiere komplett aus Hamburg verschwunden. Nur in der DDR hatte eine kleine Population überlebt, die sich nach der Wende in Richtung Westen wieder ausbreitete. Vor etwa 16 Jahren haben die ersten Biber dann auch Hamburg wieder erreicht. Inzwischen gibt es acht Biberreviere in der Hansestadt und zum ersten Mal gelang es nun, den Nachwuchs zu fotografieren. „Ziel des Projekts Biber ist die Akzeptanz und der Schutz der in der Stadt lebenden Biber. Dafür haben wir auch eine Wanderausstellung für Kitas und Schulen entwickelt“, erklärt Frederik Landwehr, Leiter des Projektes. Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, weißt auch noch einmal darauf hin, dass die Biber zu den gefährdeten Arten gehören. Der typische Biber sei meist braun gefärbt, erreiche eine Länge von 1,30 Meter und werde bis zu 35 Kilo schwer. Die Säugetiere werden immerhin bis zu zwölf Jahre alt, und das Weibchen bekommt einmal im Jahr durchschnittlich zwei bis drei Junge, von denen meistens nicht alle überleben. Das Wachstum der Biberpopulation geht dann so lange weiter, bis alle Reviere besetzt sind. „In Hamburg wird das aber voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern“, so Axel Jahn. Der genaue Fundort des Jungen im Osten Hamburgs wird zum Schutz der Tiere nicht genannt. Das Biber-Projekt ist eine Kooperation der Umweltbehörde und der Loki Schmidt Stiftung. (kg)
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