Exotisches Flair mitten in Hamburg

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Franziska und Daniel Wildhagen eröffneten vor sieben Jahren ihr persönliches, exotisches Paradies mitten in Hamburg Foto: ks
Hamburg: Neustädter Straße 43 |

Bunt, ungewöhnlich, einfach schrill: Willkommen im Kuriositäten-Kabinett von Ehepaar Wildhagen

Von Klaus Schlichtmann
Hamburg-City
Man weiß eigentlich gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll in dem kleinen Atelier an der Neustädter Straße. Rechts, in und vor einem über zwei Meter hohem Holzregal, blickt ein Löwe scheinbar gutmütig aus den Augen. Im Hintergrund stehen exotische und heimische Vögel Spalier, daneben beeindrucken eine riesige Tiefseeassel sowie das Prachtexemplar eines 50 Zentimeter langen Druckerfisches, der in warmen Gewässern zu Hause ist und Korallen frisst.

Bio- und Reptilien-Abenteuerland

Im hinteren Teil des gut 50 Quadratmeter großen (und 5,50 Meter hohen!) Raumes streckt eine junge Giraffe ihren langen Hals bis fast unter die Decke – sie stammt aus einem Zoo in Süddeutschland und wurde leider nur fünf Jahre alt. An der linken Wand haben Marder und Iltisse, eine Bisamratte sowie ein Hermelin ihren Platz gefunden – und überall und immer wieder sind es die Schmetterlinge wie Atlas-, Adonis- oder Bananenfalter, die diesen Ort in ein exotisches und farbenprächtiges Refugium mitten in der Stadt verwandeln, wohl einmalig in Hamburg! Willkommen im Kuriositäten-Kabinett von Daniel (43) und Franziska Wildhagen (41). Vor sieben Jahren hat das Paar sein Hobby zum Beruf gemacht und die ehemalige Kneipe „Schauermann“ in ein kleines Bio- und Reptilien-Abenteuerland mit den wundersamsten Präparaten verwandelt.

Kunden sind Museen, Sammler und Fotografen

Inzwischen haben die studierten Betriebswirtschaftler einen festen Kundenstamm. Meist sind es Museen oder naturverbundene Sammler von Unikaten, aber auch Universitäten, Innen-Dekorateure und Fotografen gehören zu den Kunden. „Gelegentlich besuchen uns auch Kindergarten-Gruppen oder Schulklassen, um präparierte Exponate wie das Skelett einer indischen Wanderratte oder das Gebiss eines Haifisches zu bestaunen“, erklärt Daniel Wildhagen, der wie seine Frau zuvor in der Werbebranche gearbeitet hat. Franziska ergänzt die Besucherliste um Kunden, die ein ungewöhnliches und zugleich symbolisches Geschenk für ein Brautpaar suchen: „Viele entscheiden sich für ein Schmetterlings-Paar im Schaukasten.“

Ältestes Objekt ist 120 Jahre

Ihre Objekte stammen meist aus privaten, naturkundlichen Sammlungen, die aufgelöst wurden. Oder sie kommen bereits präpariert aus den ursprünglichen Heimatländern wie der größte Samen der Welt – einer Kokusfrucht, die nur auf einigen Inseln im Indischen Ozean wächst. Das älteste Exponat ist übrigens ein Fuchs mit Fasan in der Schnauze, circa 120 Jahre alt.

Wildhagens Kuriositäten-Kabinett, Neustädter Straße 43, 20355 Hamburg
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