Fotowettbewerb gewonnen

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Wanja Böhme (rechts) gewann einen der Hauptpreise mit seinen Bildern. Freund Konstantin setzte sich für das Foto in SzeneFoto: Grell

Wanja Böhme (15) setzte das Thema „Fairness“ gekonnt um

St. Georg. Wanja Böhme (15) von der Klosterschule in St. Georg hat einen der Hauptpreise des Fotowettbewerbes „guck ma`“ erhalten. Zum Thema Fair Trade hatten sich Jugendliche mit dem Begriff „Fairness“ auseinandergesetzt und versucht, fotografisch darzustellen, was in unterschiedlichster Form erlebbar ist.

Die Aufgabe

Was ist gerecht und was nicht, war die Frage, die Schüler in einem einzigen Foto ausdrücken sollten und diese Aufgabe war gar nicht so einfach zu lösen. Ist es das Leben der Kinder, die auf Müllhalden leben und an dem Elektroschrott der Industrieländer ein paar Cent verdienen oder das der Erntehelfer auf den Kakaoplantagen, die sich selber nie eine Schokolade leisten können? Die Teilnehmer des Wettbewerbs sollten sich auf die Suche nach der Aussage machen, die ihnen zum Fairen Handel als bedeutend auffielen und sich für den Betrachter am besten eigne. Ohne begleitenden Text sollte verstanden werden, was den Globalen Handel ausmache und welche Konsequenzen er mit sich bringen könne.
„Notausgang freihalten und unfair mordet“, heißen die Fotos von Wanja Böhme, der die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken als thematischen Hintergrund für die Gestaltung seiner Fotos nahm.
Wanjas Freund Konstantin war nicht ganz unbeteiligt. Er posierte als Toter unter der Plastiktüte eines Billigproduzenten für das Foto des Presiträgers. Sein Lohn: eine Kamera, mit der er auf jedem Fall weiterhin Reportagefotos machen will. Auf die Idee zu seiner Bildgestaltung kam Wanja durch einen Bericht im Radio über einen Unfall in einer Textilfabrik. Sein Foto soll zum bewussten Umgang mit dem Konsum anregen. „Was besonders billig ist, müssen andere mit ihrer Gesundheit oder sogar ihrem Leben bezahlen“.


Die Helfer

250 Hamburger Fotografen zwischen 12 und 24 Jahren hatten ein halbes Jahr lang zu den Wettbewerbsthemen recherchiert und ihre Gedanken und Ansichten in ungewöhnlichen Fotos präsentiert. Unterstützt wurden sie dabei vom Bündnis „hamburg mal fair“, das die Aktion ins Leben gerufen hatte, einem Team engagierter Hamburger Profi-Fotografen und den Lehrern der teilnehmenden Schulen.Staatsrat Wolfgang Schmidt ehrte die Preisträger des Fotowettbewerbs in der vergangenen Woche im Rathaus. (kg)
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