Freie Fahrt für Nachwuchs

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Theaterpädagogin und Clownin Annika Corleis will auf dem Kabarettdampfer „Das Schiff“ im Nikolaifleet ein Kinder- und Jugendtheaterprojekt verwirklichen Foto: Hanke

„Das Schiff“ schiebt Jugendtheaterprojekt an

City Neues für „Das Schiff“, den Kabarettdampfer im Nikolaifleet: auf dem gemütlichen Kahn ist ein Jugendtheaterprojekt geplant, an dem sich Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Stadtteilen beteiligen können. Der Sparda-Bank Hamburg Award machte es möglich. Das Projekt der Theaterpädagogin Annika Corleis gewann einen von drei Publikumspreisen dieses Wettbewerbs in Höhe von 10.000 Euro.
Die Idee: Unter Leitung einer Theaterpädagogin soll für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren aus den Stadtteilen Hafencity und Altstadt, Neustadt, St.Pauli, sowie Wilhelmsburg ein Theaterprojekt durchgeführt werden. Ziel: Das Zusammenwachsen der Stadtteile und ihrer Kulturen und Milieus zu fördern. Die Kinder und Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, an den spielfreien Tagen und Wochen ihr eigenes Theaterstück unter professioneller Anleitung einer Theaterpädagogin auf dem Theaterschiff „Das Schiff“ zu gestalten und vorzutragen.
„Wir werden jetzt über Kooperationspartner Jugendliche zu uns einladen und werden dann gucken, welche Themen die Jugendlichen bewegen“, erzählt die Theaterpädagogin. Insbesondere die Schulen hat Annika Corleis im Blick. Aber auch Kirchengemeinden kommen in Fage. Die Hauptkirche St. Katharinen, in deren Gemeindegebiet Das Schiff liegt, zeigte bereits Interesse.

Bühne für Kinder aus allen Schichten


„Wir möchten Kindern, die auf die Bühne möchten, diesen Zugang ermöglichen“, fasst Annika Corleis ihre Zielsetzung zusammen und denkt dabei vor allem an Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen. Zu weit will sie den Kreis aber auch nicht ziehen - aus ganz praktischen Gründen. „Die Kinder dürfen nicht zu weite Wege zu den Proben zurücklegen müssen“, erklärt Annika Corleis. Der Mittelpunkt des Projekts wird Das Schiff sein, auch wenn Proben an anderen Orten vorstellbar sind.
Zur Unterstützung für das Kinder-und Jugendtheaterprojekt hat Corleis die Schauspielerin und Clownin Anna Marosi an Bord geholt. Annika Corleis ist Erzieherin und Theaterpädagogin und hat viele Jahre als Clownin kranke Kinder in Krankenhäusern aufgeheitert. Künftig wird sie sich aufs Organisieren beschränken: Die Lebenspartnerin von Schiff-Geschäftsführer Heiko Schlesselmann ist hochschwanger. Die eigentliche Theaterarbeit soll Anna Marosi machen.
15 Kinder und Jugendliche ab sollten idealerweise an dem neuen Projekt teilnehmen. Zu viele wären nicht gut, dann könnten sich die Betreuer nicht ausreichend um die kleinen Mimen kümmern. Ganz wichtig findet Annika Corleis die „Beziehungsarbeit“, Ausflüge machen, gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern und Jugendlichen haben, auch ins Theater gehen.

Auswahl soll an den Schulen erfolgen


Ein Casting soll es nicht geben. Annika Corleis und Anna Marosi vertrauen auf die Auswahl durch Theaterfachkräfte an den Schulen. Bei dem dann folgenden Prozess sieht sich Annika Corleis als Aufpasserin und Beobachterin. Den eigentlichen dynamischen Prozess der Theaterarbeit werden, da ist sie sich ganz sicher, die Kinder und Jugendlichen in Gang setzen. Um ihre Themen wird es gehen, wenn im Sommer 2016 Premiere ist, vielleicht im Rahmen der Wilhemsburger Kulturwochen. Die meisten Vorstellungen werden aber auf dem Schiff gespielt, das sich auf viel mehr jüngere Akteure und Zuschauer einstellen muss. (ch)
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