Freude auf „Elphi“: Hamburgs neues Wahrzeichen

Anzeige
Die Elbphilharmonie zeigt es stolz: Nach neuneinhalb Jahren Bauzeit ist sie fertig. Die Stadt hat das Gebäude von der Baufirma Hochtief übernommen Foto: Elbphilharmonie

Nach Kostenexplosion und Bauverzögerungen wird die Elbphilharmonie endlich eröffnet

Von Stefanie Hörmann
HafenCity
Festbeleuchtung bei der Elbphilharmonie – fertig: Nach Streit und Kostenexplosion, Bauverzögerung und Kritik hat die Baufirma Hochtief am Montag das Jahrhundertbauwerk an die Stadt übergeben. Die Abnahme des Gesamtgebäudes erfolgte vertragsgemäß zum 31. Oktober, das sind neuneinhalb Jahre Bauzeit. Was lange währt wird endlich gut? Auf jeden Fall überwiegt in der Stadt im Augenblick die Vorfreude, überall Schlangen mit Wartenden, die für Tickets anstehen, wenn wieder ein neues Konzert-Angebot im Vorverkauf zu haben ist – und das, obwohl der Spielbetrieb noch gar nicht läuft. Am 11. und 12. Januar wird die Elbphilharmonie feierlich eröffnet, wer außer Kanzlerin Angela Merkel und 1000 Gewinnern der großen Kartenverlosung kommt, ist noch offen. Am Freitag wird die Aussichtsplattform Plaza in 37 Metern Höhe feierlich eröffnet, dann kommt Bürgermeister Olaf Scholz und ab Sonnabend ganz viele Hamburger, um den spektakulären Rundumblick zu genießen. Die Investitionen des Steuerzahlers sollen sich lohnen, versprechen die Experten, die Elbphilharmonie wird ein Touristenmagnet werden. 575 Millionen Euro hat das Konzerthaus gekostet, bei Vertragsabschluss im Jahr 2007 waren noch 114 Millionen eingeplant. Die Bau-Chronik der Elbphilharmonie ist eine endlose Geschichte von Nachverhandlungen, Baustopps und Kostensteigerungen. Im April 2013 kam endlich die Wende mit einer Neuordungsvereinbarung, die erfolgreich umgesetzt wurde. „ Nach einer schwierigen Startphase haben alle Beteiligten einen hervorragenden Job gemacht“, so Bürgermeister Olaf Scholz, „Hamburg hat mit der Elbphilharmonie ein beeindruckendes Gebäude bekommen, dessen Architektur schon heute nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken ist. Das Architekturbüro Herzog & de Meuron und das Bauunternehmen Hochtief haben mit der Elbphilharmonie etwas Einzigartiges geschaffen.“ Der Bau ist fertig – bis auf kleine Mängel, die noch zu beseitigen sind. Erste Klangproben im Großen Saal im September sollen spektakulär gewesen sein. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter ist begeistert: „Unsere hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.“ Und Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, ergänzte „Herrlich, den nehmen wir!“ Akustiker Yasuhisa Toyota hat offenbar ganze Arbeit geleistet, seine Prüfungen sind abgeschlossen. Im Kleinen Saal wird noch die Holzverkleidung der östlichen Saalwand überarbeitet, um die Akustik zu optimieren. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, übernimmt die Musik die Regie.
Anzeige
Anzeige
2 Kommentare
403
Rainer Stelling aus St. Georg | 05.11.2016 | 07:18  
7
Lao Tao aus Rahlstedt | 06.11.2016 | 18:02  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige