Für die Freizeit der Zukunft

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An der Naturkletterwand geht es steil hinauf. Durch die Glaskonstruktion ist das dahinterliegende Tauchbecken einsehbar Foto: Hascher Jehle Architektur
 
Der Sports-Dome entsteht im Wohnviertel am Baakenhafen Foto: HafenCity Hamburg GmbH/Michael Korol

Sports-Dome: In der Hafencity entsteht bis 2019 ein Fitness-Schlaraffenland

Von Sonja Schmidt

HAFENCITY. Erst Eisklettern, dann Cocktails auf der Dachterrasse schlürfen und weiter zum Tiefseetauchen. So könnte ein Nachmittag im neuen „Care-Energy Sports-Dome“ aussehen. Das rund 45 Millionen teure und 12.000 Quadratmeter große Indoor-Sport- und Freizeitzentrum entsteht ab 2017 und soll 2019 zentral an der Versmannstraße im Baakenhafen eröffnet werden.

Die Verantwortlichen rechnen mit 320.000 Besuchern jährlich und 180 neuen Arbeitsplätzen. Der Clou: Auf sieben Ebenen trumpft der gigantische Glasbau mit über 25 Trendsportarten auf. Vergangenen Donnerstag wurde der Siegesentwurf der Berliner Architekten „Hascher Jehle Architektur“ im Kesselhaus vorgestellt. „Das ist eine völlig neue Dimension der sportlichen Freizeitgestaltung“, schwärmte Leif Bachorz, Geschäftsführer der PB Sports-Dome Management GmbH, die die Entwicklung und Realisierung des deutschlandweit einzigartigen Projekts übernommen hat.

Der gigantische Sport-Tempel lässt keine Wünsche offen: eine 25 Meter hohe Bodyflying-Anlage, die den freien Fall eines Fallschirmspringers simuliert, ein Tauchturm, eine Natur- und Eiskletterwand und eine stehende Welle zum Surfen zählen zu den Highlights. Auch Golfen, Fußballspielen, Beachvolleyball, Skifahren und eine 600 Meter lange E-Kartbahn sowie diverse Fitness- und Wellnessangebote lassen das Herz sportbegeisterter Großstädter höherschlagen. Auch Vorbereitungskurse auf gemeinschaftliche Sport- und Fitnessreisen sollen angeboten werden. Außerdem gibt Fußballspieler André Golke sein Wissen in der hauseigenen Fußballschule weiter. Der Glas-Tempel ist gespickt mit einem breiten Gastronomieangebot und Beachclub auf dem Dach.

„Das ist ein herausragendes sportliches Vorzeigeprojekt“, sagte Hafencity-Geschäftsführer Jürgen Bruns-Berentelg. Und auch Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter konnte seine Faszination nicht verbergen: „So etwas habe ich überhaupt noch nie gesehen“, sagte er. Das Projekt werde nicht nur ein Blickfang für den Baakenhafen, sondern auch zum Anziehungspunkt für die ganze Stadt und Region. Attraktiv sei der Sports-Dome für jedermann, betonten die Entwickler. Individualsportler, Teams, Gruppen, aber auch Familien könnten zukünftig auf jedem Leistungsniveau im Sports-Dome trainieren, erklärte Leif Bachorz. Fünf Jahre lang habe er sich mit seinem Team in Europa umgeguckt, was einmal Trend in Hamburg sein wird.

„In der Ukraine zum Beispiel sind Looping-Achterbahnen oder Bodyflyer in großen Einkaufszentren ganz normal“, sagte Bachorz dem Hamburger Wochenblatt. Die Kritik, der Sports-Dome könne lokalen Sport-Anbietern zu große Konkurrenz machen, sei aus seiner Sicht unbegründet. „Unser Schwerpunkt liegt ja nicht auf der Kartbahn oder Kletterwand von nebenan, sondern auf besonderen Attraktionen wie dem Tauchturm oder der stehenden Welle. Sowas fehlt Hamburg und wir bringen es in diese Stadt.“ Neben Clubmitgliedschaften können sich die Verantwortlichen auch Tages- und Einzeltickets vorstellen, „In der der Hafencity bewegen wir uns natürlich im Premium-Umfeld“, so Bachorz. Man habe sich allerdings an marktüblichen Preisen orientiert.

Energie durch Muskelkraft


Realisiert wird der Sports-Dome gemeinsam mit dem Hamburger Stromanbieter Care Energy. „Es wird ein Vorzeigeobjekt werden, das zeigt, wie effizient man ein Gebäude mit Energie versorgen kann“, sagte Care-Energy-Geschäftsführer Martin Richard Kristek. Allein durch Muskelkraft würden die Besucher zur Energieversorgung des Gebäudes beitragen. Zum Beispiel beim Joggen auf dem Laufband.

Zum Einsatz kommen auch erneuerbare Energien mittels Photovoltaik-Anlagen und Windkraft. Auch abends soll der Sports-Dome beleuchtet werden, ebenso wie der umliegende Platz nahe der Startup- und Uni-Szene. „Das ist kein toter Ort, sondern ein neues Zentrum und wichtiger Taktgeber für die Hafencity“, betonte Hafencity-Geschäftsführer Jürgen Bruns-Berentelg. (sos)
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