Gegen die Richtung

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Britta Ibbeken ist leidenschaftliche Radfahrerin. Die neue Regel findet sie gut. In St. Georg sind bereits Einbahnstraßen freigegeben. Kleines Foto: die Schilder an der vormals „verbotenen“ Seite. Fotos: kg

Etliche Einbahnstraßen bald von beiden Seiten befahrbar

Von Karen Grell
City. In Hamburg können bald noch mehr Einbahnstraßen von Radfahrern beidseitig befahren werden. In St. Georg, wo dies örtlich schon länger gilt, freuen sich viele Radler darüber, weil sie weniger Umwege fahren oder ihr Rad schieben müssen. Manche sorgen sich aber auch um die Sicherheit drehen. Wer entgegen der Einbahnstraße fährt, dem kommen die Autofahrer zwar mehr oder weniger überrascht entgegen, der hat aber auch den direkten Blick auf den Verkehr. Gefährlich wird es oft erst dann, wenn die betroffenen Straßen stark zugeparkt sind, wie es in der Innenstadt häufig vorkommt, oder in Abbiege-Situationen, bei denen der Autofahrer oft nur in die eine Richtung schaut, eben deshalb, weil er sich in einer Einbahnstraße befindet. Rund 200 Einbahnstraßen sollen jetzt für Radfahrer entgegen der vorgeschriebenen Richtung befahrbar sein. Das hat die Polizei veranlasst, nachdem sie gemeinsam mit dem ADFC mehr als 400 von ihnen überprüft hatte. Die Bezirksämter setzen die neue Regelung schrittweise um. Unter den roten Einbahnstraßenschildern mit dem weißen Balken in der Mitte wird dann der Hinweis „Radfahrer frei“ stehen. Am anderen Ende, das mit dem blauen Einbahnstraßenschild markiert ist, wird ein Fahrrad zu sehen sein, das Pfeile in beide Richtungen anzeigt. Damit wird jetzt ein Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahr 2006 umgesetzt. Lesen Sie weiter auf Seite 3.

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