Gegenwind für Festival

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Das Duckstein-Festival muss wieder auf die Fleetinsel ziehen, da es eine Werbeveranstaltung und außerdem zu groß seiFoto: bwp

Event zieht von Jungfernstieg zurück auf die Fleetinsel

City. Das Vergnügen dauerte nur einen Sommer lang: Im vorigen Jahr war das Duckstein-Festival erstmals zu Gast am Jungfernstieg, doch 2013 ist schon wieder alles vorbei. Der Mix aus Live-Musik, Theater und Budenzauber zieht zurück auf die Fleetinsel, wo das Festival vor 16 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Nun wird vom 28. Juni bis 7. Juli wieder am Fleet (zwischen Steigenberger und Ständiger Vertretung) gefeiert.

Festival zu kommerziell

Veranstalter Jörn Hoppmann bedauert die Rolle rückwärts: „Wir wären gerne am Jungfernstieg geblieben.“ 2012 seien 140.000 Besucher zum Duckstein-Festival gekommen – rund 40.000 mehr als auf die Fleetinsel, die weniger Platz bietet als die Flaniermeile an der Alster.
Schon 2012 habe man allerdings „Gegenwind“ bekommen, räumt Hoppmann ein, hinter dessen Event-Agentur bwp die uba-Gruppe aus Lokstedt steht. Uba – das ist Uwe Bergmann, der inzwischen in Hamburg Platzhirsch der Veranstalter ist und unter anderem das Eppendorfer Landstraßenfest, Dat Uhlenfest und das Alstervergnügen auf die Beine stellt.


„Wir wären gerne am
Jungfernstieg geblieben.“,
Jörn Hoppmann, Veranstalter

Wie Event-Manager Jörn Hoppmann erklärt, hat die Stadt zum 15. Jubiläum das Duckstein-Festival am Jungfernstieg geduldet, aber schon damals habe es Kritik gegeben. Das Festival sei der Behörde zu kommerziell gewesen.
Im Bezirksamt bestätigt man die Problemlage: „Die Veranstaltung Ducksteinfestival war nach dem bisherigen Nutzungskonzept Jungfernstieg nicht genehmigungsfähig, weil es eine Werbeveranstaltung ist und sie in ihrer räumlichen Ausdehnung nicht auf den Platz passt“, so Norman Cordes, Sprecher des Bezirksamts Mitte. Cordes weiter: „Die Veranstaltung fand 2012 im Kulanzwege statt, weil die Entscheidungen erst spät fielen und der Veranstalter in seinen Vorbereitungen schon weit fortgeschritten war.“

Neues Nutzungskonzept in Arbeit

Für 2013 sei dem Veranstalter frühzeitig mitgeteilt worden, dass dies sich nicht wiederholen werde. „Eine Alternative an der Ecke Neuer Jungfernstieg/Lombardsbrücke lehnte der Veranstalter ab“, so Sprecher Cordes. Doch für zukünftige Fälle ist es nicht ausgeschlossen, dass das Festival wieder an die Alster zieht. Denn die Überarbeitung des Nutzungskonzeptes für den Jungfernstieg liegt derzeit bei der Senatskommission.
Und was erwartet die Besucher beim Fleetinsel-Festival 2013? Angekündigt hat sich Soul-Act Rolf Stahlhofen, der seine Karriere an der Seite von Xavier Naidoo begann und seit zehn Jahren solo unterwegs ist. Spielen wird auch Marie & The Redcat, eine Newcomer-Band mit Akustik-Pop. (sta)
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