„Gelernt, uns selbst zu helfen“

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Das Vor-Ort-Büro am Hansaplatz wird von vielen Gruppen im Stadtteil genutztFoto: Grell

Das Vor-Ort-Büro in St. Georg finanziert seine Räume künftig durch einen Untermieter

St. Georg Ausgerechnet ein Bestatter wird für mehr Sicherheit in den Kassen des Vor-Ort-Büros sorgen. Nach zwei Jahren, in denen sich das Büro am Hansaplatz als gemeinnütziger Verein selbst um seine Finanzen kümmern musste, will Organisator Michael Schulz jetzt mehr Geld einbringen. Ausschließlich aus Spendengeld finanziert, ist der Verein auf Sponsoren und Mieter angewiesen, die die Einkünfte sichern. Da die Institutionen, die Deutschunterricht für Flüchtlinge und Hilfe für andere Gruppen anbieten, eine geringe Miete zahlen, kam bisher nicht viel Geld rein. Das soll jetzt anders werden. Mit einer stundenweisen Vermietung an Bestatter Michael Fritzen, der kostenlose Beratung rund um den Trauerfall anbieten wird, kann der Verein mit neuen Einnahmen rechnen. Die Miete für Fritzen ist um ein Vielfaches höher als die Kosten, die für Vereine anfallen. Dennoch lohnt es sich für beide Seiten: „Während der Bestatter einen Standort in attraktiver Lage für zwei Stunden in der Woche nutzen kann, können wir durch seine Miete überleben“, erläutert Michael Schulz den Pakt um den Fortbestand der Einrichtung. Außer dem Bestatter soll auch eine Zeitarbeitsfirma die Räume mieten. Eine gelungene Idee für den Erhalt des Vor-Ort-Büros, das seit zwei Jahren nicht mehr vom Bezirk unterstützt wird: „Wir haben gelernt, uns selbst zu helfen.“ (kg)
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