Geschafft!!! Der Container steht!

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Geschafft! Der Wohncontainer für Klaus steht! Hier bei Anlieferung am 22. Februar auf dem Parkplatz vor "Strand Pauli" (Foto: Rike Arns / Hinz&Kunzt (mit freundlicher Genehmigung))
 
Das Innenleben eines Wohncontainers nach der wohnlich Machung. Spind, Tisch, Bett, Stuhl und Kühlschrank sind kostenfrei dabei. Alles Andere musste rangeschafft werden. (Foto: Max Bryan)
 
"Was lange währt, wird endlich gut" - Der Wohncontainer für Klaus steht! (Foto: Screenshot Instagram \ Hinz & Kunzt \ Rike Arns)
Es ist vollbracht!!! Danke Hamburg-Wasser - Danke Strand-Pauli - Danke Bezirksamt und LIG - nach Monaten der Suche sind wir gestrandet - direkt vor "Strand Pauli" - einer Szene-Bar am Hafen - nahe der Hamburger Landungsbrücken. Letzte Woche endete dort unsere Suche nach einem Stellplatz für Klaus seinen Wohncontainer - und diese Woche kamen die letzten Utensilien für den Sanitärbereich noch hinzu. Die Containeranlage ist nun komplett und bezugsfertig.

22. Februar - Der Tag des Glücks

Bis zuletzt stand noch eine Unterschrift aus - die auf dem Untermietvertrag zwischen Hamburg Wasser und uns - der kleinen Bürgerinitiative - die es fertig brachte entgegen aller Widerstände doch noch einen Container für einen Hamburger Obdachlosen aufzustellen. Unfassbar, wie lange es gedauert hat und wem ich alles anschreiben musste, um ein Fleckchen Erde für Klaus (61) zu bekommen - ein langes Protokoll - inzwischen 1000 Seiten stark - ein wahres "Who is Who der Absagen" - eigentlich ein Buch wert - so vieles, dass ich noch sagen möchte - für die Hoffnung auch der Anderen.

Hier bitte lesen --> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/happy-end...

Und hier schauen:
https://www.youtube.com/watch?v=3siXHhLg68o&index=...

Aber der Reihe nach.

- Rückschau -

Es ist der 30. Januar - als ich die Leute von Hamburg Wasser das erste Mal traf - zu einer ersten Vorbesprechung und einer Begehung vor Ort. Die Chemie zwischen uns und der kleinen zierlichen Dame von HSE stimmte sofort. Ich spürte gleich, dass ihr die Sache persönlich sehr am Herzen liegt und sie selbstlos und aus tiefstem Herzen helfen möchte. Zusammen mit einem Techniker der HSE schauten wir dann - wo genau der Container stehen könne.

Unser großes Glück: Hamburg Wasser hat den Parkplatz vor Strand Pauli für Baustellen-Zwecke gemietet und Felix - der Geschäftsführer von Strand Pauli gab mir den Tipp - ich solle "HSE" doch mal anfragen - ob sie die Fläche für Klaus seinen Container zur Verfügung stellen wollen und genau das habe ich dann auch getan und bekam direkt auch eine Zusage von HSE. Das erste Mal - nach Wochen und Monaten - dass Jemand spontan "Ja" sagte und selbst auch voll und ganz dahinter stand und sich für Klaus und seinen Container mit einsetzte.

Lediglich der Chef von Hamburg Wasser müsse noch zustimmen, aber das sei reine Formsache und der Wille zum Helfen bestünde so oder so.

Ich war so was von glücklich, befreit und total happy, ENDLICH einen Menschen mir Herz für Klaus gefunden zu haben und ist es Zufall, dass es die selbe Firma ist, die mir schon einmal so sehr geholfen hat?

Schicksal oder Bestimmung?

Einige hier wissen, dass ich selbst mal betroffen war. Damals - 2010 - als ich die Wohnung verlor. Gekündigt wegen Eigenbedarf landete auch ich auf der Straße und irrte dann 18 Monate umher auf der Suche einer neuen Wohnung und in dieser Zeit stellte sich mindestens einmal am Tag die Frage, wo man denn Zähne putzt - das nämlich wollte ich trotz der prekären Lage nicht aufgeben und so suchte ich nach Stellen, wo ich diesem Grundbedürfnis nachgehen konnte.

Meist ging ich zur Bahnhofsmission, doch nicht jeder dort sah es gerne, wenn man auf dem Klo der Selbigen seine Abendtoilette erledigt und so musste ich hin und wieder auch mal ausweichen auf andere Stellen und es gibt da in den Sommermonaten eine Trinkwassersäule von Hamburg Wasser - knapp vor den Landungsbrücken, meine letzte Station am Abend - wie oft habe ich dort gestanden und vor den neugierigen Blicken der Theaterbesucher ("König der Löwen" am Ufer gegenüber) meine Zähne geputzt.

Ich erinnere genau - die lauen Sommer-Nächte - ein Gitarrenspieler älteren Jahrgangs verdiente sich am Eingang zur Brücken sein Brot und spielte auf Wunsch auch meine Lieblingsmusik - die Atmosphäre vor dem Schlafen gehen war einzigartig und ein Stück weit auch romantisch. Obschon man mit Ausspülen der Zahnpasta daran erinnert wurde an die unhaltbare Situation keine Wohnung zu haben. Ich blieb dennoch zuversichtlich, auch weil ich damals schon gefilmt habe, eine Aufgabe darin sah, die Dinge zu konservieren - für die Hoffnung auch der Anderen und Klaus war damals schon ein treuer Freund und Begleiter.

Was ich damit sagen will - ist es Zufall - dass ausgerechnet die Menschen, die mir mit dem Zähne putzen damals schon wichtige Hilfe boten - auch heute die Situation retten und nach Wochen - und monatelanger Suche einen Stellplatz für Klaus seinen Wohncontainer anbieten? Ich hatte nie zuvor Kontakt zu HSE oder einen der Leute von dort. Es war Zufall, dass Strand Pauli mir diese Empfehlung gab und zufällig auch ein Parkplatz dort frei war und HSE dann auch noch mitzog - nicht ablehnte - so wie hunderte andere Kandidaten zuvor - vor allem Kirchen - von denen ich glaubte, dass sie ZUERST helfen.

https://www.youtube.com/watch?v=cawLomDRg78&list=U... (Rückschau & Ausblick)

Paradox?

Eine Firma mit 2000 Mitarbeitern tut das, was die Kirchen im Fall Klaus nicht taten und genau da schließt sich der Kreis - zwischen allem was war und was ist. Es ist nämlich durchaus ein Symbol - wenn eine Firma - von der man es zunächst nicht erwarten würde (weil kommerzielle Interessen) - dann dennoch so selbstlos einem Obdachlosen hilft, das ist durchaus bemerkenswert und sollte unbedingt Schule machen. Firmen wie Hamburg Wasser gibt es viele in Hamburg und wenn jede dieser Firmen auch nur EINEN WOHNCONTAINER bei sich aufstellt, gäbe es viel weniger Obdachlose auf Hamburgs Straßen - besonders im Winter.

Plot wie aus dem Leben

Ein Drehbuchschreiber hätte es sich kaum anders ausdenken können. Die Freude ist groß und dann kommt der Dämpfer - ein Up & Down der Gefühle - so geschehen am 8.2. - als mein Kontakt bei Hamburg Wasser mir schriftlich mitteilte - Zitat:

"Wir dürfen Ihnen den angefragten Standplatz auf der Parkplatzfläche
Hafenstraße" (...) nun doch "nicht zur Verfügung stellen" und "wir bedauern sehr, dass wir Sie nicht unterstützen können" - diese Mail traf mich wie ein Schlag - nach all der Euphorie und dem Glück darüber, endlich fündig geworden zu sein, kam nun doch noch die Absage? Ich war zu tiefst bestürzt und am Boden zerstört. Das war der Moment, als ich ernsthaft an Aufgeben dachte, eben weil es mein allerletzter Kontakt war, der noch irgendwas hätte bringen können und nun doch wieder vergebens?

Hamburg Wasser durfte erst nicht

Zur Erklärung: Hamburg Wasser wollte es zwar machen - aber auch Hamburg Wasser ist nur Pächter der Fläche dort und wenn der Eigentümer des Grundstücks "Nein" sagt, kann auch Hamburg Wasser nichts machen und genau das war passiert. Die "LIG" - der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen - hatte der Anfrage von Hamburg Wasser eine Absage erteilt. Ein Wohncontainer solle dort nicht stehen und würde - im Fall der nicht genehmigten Zuwiderhandlung sogar die fristlose Kündigung des Pachtvertrages zu Folge haben und klar, dass Hamburg Wasser das nicht riskieren wollte - auch nicht für Klaus. Ich telefonierte dann mit HSE - die nette Dame - die sich selbst so sehr dafür eingesetzt hatte - war genauso enttäuscht wie ich auch und so beschloss ich einen Brief zu schreiben - in dem Fall an den Eigentümer der Fläche - an die LIG in Hamburg.

--- Auszug Original Schreiben vom 8. Februar ----

Betr.: Anfrage zur Aufstellung eines privat voll finanzierten Containers auf dem Pacht-Gelände von Hamburg Wasser / Baustelle Strand Pauli / Hafenstrasse - Unser Telefonat vom 8.2.

Sehr geehrter Herr T***, sehr geehrter Herr G****, sehr verehrte Damen und Herren,

im Anhang finden Sie die bisherige Korrespondenz mit Hamburg Wasser. Es geht um die Aufstellung eines Wohncontainers auf dem Parkplatz links neben dem weißen Zelt vor dem Eingang des P*** Gebäudes in der Hafenstrasse (Strand Pauli). Screenshot siehe Anhang.

Laut Auskunft von Kristina V*** - Referentin Grundstücke und Justitiariat J22 von Hamburg Wasser - hat Hamburg Wasser das Areal bis Ende April von der LIG gepachtet und Hamburg Wasser würde unser Projekt auch gerne unterstützen und den Wohncontainer auf dem von Hamburg Wasser gepachteten Gelände aufstellen und die Frage ist, ob der Eigentümer des Grundstücks - die LIG ihre Zustimmung zur Aufstellung des Containers erteilt. Könnten Sie dies bitte in Erfahrung bringen und der LIG diese E-Mail bitte weiterleiten?

Wir sind eine kleine Bürgerinitiative zur Unterstützung von Hamburger Obdachlosen. Aktuell unterstützen wir den Obdachlosen Klaus Walter (61), für den wir Spenden gesammelt haben. Von dem Geld wollen wir einen Container für ihn aufstellen und haben diese bereits auch schon geordert. Was fehlt, ist ein Stellplatz, wo der Container bis Ende April stehen darf. Wäre das bei Ihnen möglich?

Bitte versuchen Sie das!

Klaus ist 61 und kann nicht mehr so gut gehen. Wir wollen ihm einen Ganztages-Aufenthalt mit Betreuung in unserem privat finanzierten Container ermöglichen und bitten um Kooperation hinsichtlich eines Stellplatzes auf dem angefragten Gelände.

Es ist soweit auch die einzige Möglichkeit um überhaupt noch fündig zu werden. So viele Absagen, wir wir in den letzten Wochen schon bekommen haben - kein Platz oder wir dürfen nicht - hieß es dann jeweils und ich war überglücklich, dann doch noch und ENDLICH Jemanden gefunden zu haben, der "Ein Herz für Klaus" hat und die den Container bei sich aufstellen wollen. Hamburg Wasser hat sich bereit erklärt, den Container bei sich aufzustellen - was fehlt ist IHRE ZUSTIMMUNG und es wäre Klasse, wenn auch die LIG da mitzieht und die Unterbringung des Obdachlosen auf diesem Wege ermöglicht. "Bitte versuchen Sie das" - schrieb ich und teilte mit, dass es vorerst ja nur bis Ende April sei - so lange wie Hamburg Wasser den Parkplatz dort auch gepachtet hat.

Ich bat also darum das Projekt doch noch irgendwie zu unterstützen und schickte auch ein paar Links mit - zum besseren Kennenlernen - und hoffte so auf eine Chance und dass die LIG ihre erstinstanzliche Absage dann vielleicht doch noch korrigiert.

Dennoch passierte erstmal Nichts und klar - dauert es Tage bis Wochen - bis so eine Anfrage mal beschieden wird - weil dafür ist die LIG einfach zu groß - als dass sie ein solches Schreiben mit sofortiger Priorität behandeln könne. Ich musste also anstehen - wie jeder Andere auch und dennoch drängte die Zeit. Es war kalt und es ist Winter und es geht um Klaus - einen Obdachlosen - lässt sich die Anfrage irgendwie beschleunigen?

Hamburg Wasser sehr engagiert

Es war die kleine zierliche Dame aus dem Justitiariat von Hamburg Wasser, die sich nun auch und unabhängig von meiner Intervention für die Sache einsetzte und ihre Chefs nach einer Alternative fragte und die gab es dann auch.

Nur 100 Meter weiter - St. Pauli Hafenstrasse 45 - besitzt die HSE auch ein eigenes Grundstück. Hier also müsse man Niemanden außer der HSE fragen und die waren ja sehr bemüht in der Hilfe für Klaus und so kam es, dass wir uns ein zweites Mal trafen, diesmal auf HSE eigenem Gelände - nur 100 Meter von Strand Pauli entfernt - und eine hochrangige Delegation aus HSE-Vertretern rückte an - für ein Treffen mit mir - dem kleinen Mann, der Klaus im Wohncontainer unterbringen will.

Alternativer Stellplatz

Es war der 15. Februar - als wir die Leute von Hamburg Wasser erneut trafen - diesmal auf dem Flurstück neben der eigenen Liegenschaft und zunächst war ich geplättet, wie viele Leute daran mit entscheiden mussten. Plötzlich standen gefühlt 8 Leute um mich herum - alle mit so Namensschildern und spätestens da wurde mir klar - dass ich es mit einem riesigen Unternehmen zu tun hatte - wo nicht einfach mal einer alleine so eine wichtige Entscheidung treffen kann und so starteten wir unsere Begehung an der St. Pauli Hafenstrasse 45.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg_Wasser

Auch hier war eine Menge Platz für Klaus seinen Container - nur das Tor müsse Klaus dann täglich geschlossen halten und auch sonst für Ordnung und Sauberkeit sorgen. "Ich bürge dafür" teilte ich mit und wie es mit Strom aussähe. Auch das sei - "kein Problem" - hier sogar mit 32 Ampere unterwegs und ich war überglücklich, als der hochgewachsene Mann mir seine Hand reichte und einschlug. Fortan hatten wir auch diesen Stellplatz sicher und hätte die LIG für Strand Pauli nicht zugesagt, hätten wir alternativ unseren Wohncontainer auch 100 Meter weiter aufstellen können. Welch eine glückliche Fügung und wie sich alles dann zum Guten wandte. Plötzlich ging alles ganz schnell und die Leute zogen mit und wollten Klaus helfen. Ich war sowas von überglücklich - ich kann das kaum beschreiben.

Baugenehmigung

Wer allerdings glaubt, dass es damit getan wäre, der irrt. Denn auch für private Grundstücke braucht man eine Baugenehmigung - in dem Fall für sogenannte "fliegende Bauten" und die hatte ich postwendend nach Zusage des Eigentümers beantragt - in der Hoffnung auf eine ähnliche schnelle Lösung wie bei Strand Pauli - denn fürs Dortige hatte ich das "Okay" vom Bauamt bereits erhalten.

Grund: Strand Pauli (der gepachtete Parkplatz dort) fällt unter die Freistellungsverordnung der Stadt. Ein winziger Paragraph in der HBauO (Hamburger Bauordnung) macht es möglich - wonach das Aufstellen von Wohncontainer auf Baustellen keiner Baugenehmigung bedarf. Die könne man also einfach so aufstellen (Anlage 2 Ziffer 14.1 HBauO) und damit ein RIESEN GLÜCK - denn ohne diesen Passus hätten wir auch für Strand Pauli noch Wochen und Monate auf eine Baugenehmigung gewartet und indes wäre der Winter selbstredend vorbei gewesen. Es war also reines Glück, dass wir mit dem Bezirksamt nicht auch noch kollidierten.

Am Ende hatten wir zwei Optionen. Den Standort bei der HSE selbst - wo das Bauamt noch quer schießen kann - und den Standort bei Strand Pauli - wo zwar das Bauamt schon im Boot war - aber der Eigentümer - die LIG bislang nicht mitzog.

2. Intervention

--- Auszug Original Schreiben vom 14. Februar ----

"Sehr geehrter Herr T****,

im Anhang die Nachricht vom Bezirksamt Mitte bezüglich der Aufstellung des Wohncontainers in der Hafenstrasse 89.

Frau Uta W. vom Bauamt teilte mir zudem telefonisch mit - dass sie – Zitat: "keine Einwände hat" und ein offizieller Antrag "nicht notwendig sei" - da es sich um ein Baustellengelände handelt und der Wohncontainer damit unter die Freistellungsverordnung der HBauO Anlage 2 Punkt 14.2 fällt - das bedeutet: "Ein Antrag ist nicht notwendig" und wir sollten den Container bitte "möglichst schnell aufstellen" (O-Ton Uta W. vom Bezirksamt) - da es grad sehr kalt ist und auch das Bezirksamt mithelfen möchte, Klaus unterzubringen.

DESHALB: Ich bitte Sie - diese Mail heute noch an die LIG mit einem besonderen DRINGLICHKEITSVERMERK weiterzuleiten. Bitte sagen Sie den Kollegen, dass wir NOCH DIESE WOCHE eine Entscheidung von der LIG benötigen und ob sie das Verfahren der Zustimmung irgendwie beschleunigen könnten. Das wäre ganz hervorragend! Bitte versuchen Sie das und sagen Sie auch, dass ALLE MITZIEHEN. Hamburg Wasser + Strand Pauli + das Bauamt - ALLE SAGEN "Ja" zu dem Projekt und ob die LIG es vor diesem Hintergrund schnell und unbürokratisch genehmigen könne? Es gehe um Klaus und es ist Winter und "Ich bitte Sie - die Zu- oder Absage noch diese Woche einzuholen" - schrieb ich den Damen und Herren von der Verwalterfirma und siehe da - mein Schreiben zeigte Wirkung.

LIG sagte doch noch zu

Mit Schreiben vom 17. Februar teilte Hamburg Wasser dann mit - Zitat: "Sehr geehrter Herr Bryan - anbei übersende ich Ihnen das Schreiben von der Verwalterin Firma G***. Wie bereits telefonisch besprochen ist die Untervermietung einer Fläche
an Sie für einen Wohncontainer möglich" und WOW - dieser Satz war die Erlösung.

Zuvor rief mich exakt noch die selbe Person an - die unser Anliegen in erster Instanz abgelehnt hatte und irgendwer hat mal gesagt: "Briefe schreiben kann er" - das freute mich sehr, dass ich trotz der erstinstanzlichen Ablehnung auch diese letzten Zweifler vom Guten des Vorhabens überzeugen konnte. Manchmal bedarf es eben nur ein paar Zeilen mehr - die am Ende alles verändern.

Was war und was bleibt

Wieder einmal hatte ich gelernt - wie wichtig es ist niemals aufzugeben - auch wenn alles schon verloren scheint. Das ist zuweilen sehr hart, weil oft sehr aussichtslos - aber das Beispiel zeigt auch, dass es sich lohnt für sein Glück zu kämpfen und genau das wurde getan und ich kann Jedem nur anraten, der in ähnlicher Mission unterwegs ist - lasst Euch nicht entmutigen, wenn die erste Absage kommt. Meist sitzt im selben Haus noch andere Personen, die vielleicht mehr Verständnis für Euer Anliegen entwickeln - weshalb ein zweites und drittes Nachfragen durchaus Sinn macht - sofern es gute Gründe dafür gibt und die gab es. Es gab schlicht keine (haltbaren) Gründe es nicht zu unterstützen. Insofern war die Intervention richtig und sinnvoll und sollte auch Anderen Mut machen dran zu bleiben - sich nicht unterkriegen zu lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=3siXHhLg68o&index=...

Das ist auch der Grund warum ich es aufschreibe und publiziere - damit all Diejenigen, die sich ausgegrenzt und ignoriert fühlen - neuen Mut schöpfen und keine Angst vor den Großen haben. Wer klein ist, zeigt sich groß und ein Brief kann tausend Wunder bewirken, auch wenn alles schon verloren scheint.

https://www.youtube.com/watch?v=sZ2ApntxEfI&list=U...

In diesem Sinne, hoffen wir auf eine bessere Zukunft mit mehr Firmen wie Hamburg Wasser - auf Menschen mit Herz - die Obdachlosen selbstlos und bedingungslos helfen. Die nicht FORDERN - sondern HELFEN - OHNE ZU FORDERN - die nicht fragen - was hast Du für ein Problem (und es kritisieren) - sondern fragen - WIE KANN ICH DIR HELFEN - TROTZ DEINES PROBLEMS?

Niemals aufgeben!

Nach der 1. Absage niemals aufgeben - sondern stets dran bleiben und klar und sachlich argumentieren. Dann wird auch der letzte Zweifler einsehen, dass ein Vorhaben Sinn macht und etwaige Entscheidungen dann vielleicht sogar korrigieren. So habe ich es selbst auch erlebt. Erst dieser Tage!

Stadt half nicht - weil Andere auch helfen könnten - Lehren daraus

Bis zur Aufstellung des Wohncontainers für Klaus war es ein harter, steiniger Weg voller Enttäuschungen und Rückschlägen. Ich war mehr als einmal kurz davor alles hinzuwerfen, weil ich an der Ignoranz der Menschen fast zerbrochen wäre und auch an ihren Ausreden. Das Schärfste was ich je zu hören bekam, war - dass die Stadt nicht helfen mag - weil sie fürchte, dass Andere auf dem selben Wege dann auch helfen könnten und schon dieser Satz spricht für sich. Denn was wäre denn so schlimm daran, wenn auch Andere auf dem selben Weg helfen wie wir? Ist die Stadt nicht groß genug für ALLE?

Hier ein paar Anregungen:
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/der-lange...

(Hamburger Mutmach-TV)
https://www.youtube.com/watch?v=UVrGkiy-esI&list=U...

Auch das Mauern einer Christusgemeinde aus Bramfeld, die sich wochenlang nicht mal zurück meldete und mir am Ende sagte, dass wir "zu klein seien" - zu klein für die Großen - hat mir arg zu denken gegeben. Gerade dann aber ist es wichtig den Kurs zu halten und nicht aufzugeben. Es lohnt sich immer für sein Glück zu kämpfen und den Mut zu bewahren die herrschenden Dinge zu verändern.

Ausblick

Wie gehts nun weiter mit Klaus? Bis Ende April hat Klaus erstmal ein Dach über dem Kopf. Und für danach werden wir auch noch eine Lösung finden. Klaus soll etwas EIGENES bekommen, etwas, dass ihm für immer gehört und er nie wieder verliert. Was das sein wird - erfahrt Ihr im nächsten Blog.

Für den Moment freuen wir uns über das Erreichte und die Symbolkraft darin.

Würde jede Hamburger Firma auch nur einen einzigen Wohncontainer bei sich aufstellen, gäbe es viel weniger Obdachlose auf den Straßen dieser Stadt. Ein Ziel, für dass es sich zu kämpfen lohnt und vielleicht machen im nächsten Winter dann auch mehr Kirchen noch mit. Jetzt, wo sie sehen, dass es möglich und machbar ist. Dass ein Einzelner das tut, was die Stadt den Obdachlosen an der Münzstraße verwehrt. Die ganztägige Unterbringung in einem Wohncontainer.

--> www.maxbryandiary.com
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