Großer Umzug in St. Georg

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Noch einmal soll der Drache aus St. Georg zum Leben erweckt werden.Foto: kg

Der Drache ist wieder dabei

St. Georg. In St. Georg kennt ihn jeder, den Drachenbau in der Schmilinskystraße, der vor 25 Jahren entstand. Was mit ein paar engagierten Familien begann, die gern in der Stadt leben wollten und nach einem passenden Objekt für ihr gemeinsames Leben suchten, ist heute ein organisiertes Wohnprojekt, aus dem so schnell niemand ausziehen möchte. Auch Sue Schnabel wohnt hier von Beginn an und könnte sich wirklich kein besseres Leben vorstellen. Zentral gelegen, gleich an der Alster und dennoch im Szene-Viertel nahe des Hauptbahnhofes, das sei einfach optimal. Sue kennt nicht nur alle der über siebzig Bewohner des Hauses sehr gut, sie weiß auch einiges über die Geschichte des Drachenbaus. Sie hat die Gründung miterlebt und war beim ersten gemeinsamen Fest dabei. Als Symbol der Befreiung steht der Drache in St. Georg hoch im Kurs und auch die Bewohner der Genossenschaft im Hinterhof machten ihn bei ihrem ersten Fest zum Helden. Mit einem selbst genähten Exemplar zogen damals Kinder und Eltern zusammen durch den Stadtteil und machten so auf ihr Projekt aufmerksam. 25 Jahre ist das nun her. Die damals kleinen Kinder sind heute längst ausgezogen und studieren oder arbeiten irgendwo in der Welt. „Mein Sohn ist als DJ überall unterwegs und zurzeit in Kaliforniern“, berichtet eine Genossin aus dem Drachenbau. Auf einer der Versammlungen, die zu verschiedenen Themen immer wieder in der selbstverwalteten Wohnanlage gehalten werden, kam jemand auf die Idee, den Drachen noch einmal zum Leben zu erwecken und passend zum 25-Jährigen einen Umzug zu organisieren. Sue Schnabel, die schon vor einem viertel Jahrhundert bei der Gestaltung des Drachens maßgeblich war, hat nun die Aufgabe übernommen, die Reste des grünen Riesens wieder zusammenzusetzen. Im Anschluss müssen sich Freiwillige finden, die noch einmal ihren Kopf in das Tier stecken und dann soll es am 9. Juni mit Samba-Band und Drache durch das Viertel gehen. Gleichzeitig wird es ein großes Fest auf dem Kirchhof geben für die beiden Pastoren, die beide seit 25 Jahren an der Kirche tätig sind. Das Tor zur Kirche soll zu diesem Anlass mit den gehäkelten Blüten von Renate aus dem Drachenbau geschmückt sein. Da soll mal jemand behaupten, man sei nicht kreativ in St. Georg. (kg)

Umzug mit Samba-Band und Drache, Sonnabend 9.6., von 14.30 Uhr (ab Repsoldstraße) bis 16.30 Uhr (St. Georgs Kirchhof), anschließend „silberne Hochzeit“, 25 Jahre Zusammenarbeit der beiden Pastoren Kraack und Marwege.
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