Grüne City am Dammtor

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Die Mauer und die Zufahrt in die Tiefgarage des CCH und Radisson-Hotels werden zurückgebaut Foto: Luckey
 
Planten un Blomen soll erweitert, der Drag-Hammarskjöld-Plat umgebaut werden Foto: Pola Landschaftsarchitekten/ Bezirksamt Hamburg-Mitte

Planten un Blomen wird erweitert. Kostenübernahme noch unklar

Von Annette Luckey
City
Noch prägen dunkle Stützmauern, Parkplätze und der Betontrog der Marseiller Straße in die Tiefgarage des Congress Centrums Hamburg den Dag-Hammarskjöld-Platz am Dammtor-Bahnhof. Schon im Herbst des kommenden Jahres soll sich das Bild ändern. Im Zuge der CCH-Sanierung wird das gesamte Umfeld neu gestaltet. Der Alte Botanische Garten wird geöffnet und Hamburgs berühmter Park – Planten un Blomen – erweitert. 20,5 Millionen Euro will Hamburg in die Umgestaltung des Areals am Dammtor einschließlich der Marseiller Straße investieren. Die Detailpläne wurden jetzt im Umweltausschuss des Bezirks Hamburg Mitte vorgestellt.

Bereiche werden miteinander verbunden


„Die Revitalisierung des Congress Centrums, das künftig über die Tiergartenstraße erschlossen wird, bietet die einmalige Chance, das Umfeld zu verbessern“, stellte Eva Henze, Management des Öffentlichen Raums den überarbeiteten Entwurf der Berliner Landschaftsarchitekten Pola vor. Sie hatten 2015 den Realisierungswettbewerb gewonnen. Die sechsspurige Marseiller Straße, die den Alten Botanischen Garten und Planten un Blomen wie ein Canyon durchschneidet und am Dammtorvorplatz wieder nach oben führt, kann geschlossen, aufgefüllt und in eine baumbestandene großzügige Grünfläche umgewandelt werden. Somit wären beide historischen Parkbereiche wieder miteinander verbunden. Der Dag-Hammarskjöld wird zum Vorplatz, der über einen leicht ansteigenden Weg direkt in den Alten Botanischen Garten führt. Die Stützmauer und die Fahrspur in die Tiefgarage entfallen und werden als Übergang zum Botanischen Garten parkartig begrünt. Der CCH-Vorplatz wird mit einem leicht ansteigenden Weg Planten un Blomen angebunden. Ein durch eine Freitreppe mit vielen Sitzblöcken eingefasster Veranstaltungsplatz wird geschaffen.

Projekt startet im nächsten Jahr


Die Kurzzeit-Parkplätze vor dem Bahnhof werden um 40 Stellflächen reduziert und das Areal mit locker angeordneten „aus dem Park heraustanzenden Bäumen“ bepflanzt. Auch die Anhöhe zum Stephansplatz wird terrassenartig gestaltet. Im kommenden Jahr beginnt die Sanierung des CCH und im Herbst 2017 soll auch die Umgestaltung des Umfeldes starten.

Info:
Bis zur Realisierung und großen Eröffnung im September 2019 ist es noch ein steiniger Weg: Mit acht bis elf Millionen Euro will sich die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) beteiligen, die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) mit vier Millionen. Die Restfinanzierung von mindestens 5,5 Millionen ist aktuell noch offen. Eine Verschiebung der Gestaltung des Stephansplatzes kommt kaum in Frage, da die Entlastung lediglich 2,4 Millionen betragen würde.
Derzeit wird mit der Bucerius Law School, ebenfalls an der Marseiller Straße gelegen, verhandelt. Diese möchte ihren Standort vergrößern. Für die gewünschte Vergrößerung könnte die Universität ein Teilstück der geplanten Grünanlage erwerben. Aus diesem Verkauf wiederum könnte die Finanzierungslücke zumindest teilweise geschlossen werden. Gesucht wird nun eine städtebaulich vernünftige Lösung, die die geplante Umgestaltung nicht beeinträchtigt.
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