Grüne Säcke für Hamburgs Bäume

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Regen fällt genug, aber Dünger gibt es für diesen Baum auf dem St. Annen Platz aus dem grünen Sack Foto: sos

Neues Dünge- und Bewässerungsverfahren in der Hafencity

Hafencity Wer in der HafenCity spazieren geht, entdeckt sie in diesen Tagen an so mancher Ecke. Zum Beispiel auf dem St. Annen Platz: Jungbäume, umwickelt von grünen Plastiksäcken am Stamm. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie übergroße Mülltüten – und hier und da landet auf ihnen tatsächlich allerlei Unrat, wie zerknüllte Fahrkarten oder Taschentücher. Doch für Dreck sind die Säcke nicht gemacht, sondern für Dünger. Und so funktioniert’s: Über Öffnungen am Boden sickert das Düngemittel in den Wurzelbereich des Baumes und lässt ihn besser gedeihen. Der Vorgang dauert gut zehn Tage, danach werden die Säcke wieder entfernt. Betreut wird die Maßnahme vom Management des öffentlichen Raumes. Zukünftig, so erklärte das Bezirksamt Mitte, sollen die sogenannten „Treegators“ in der HafenCity allerdings auch verstärkt als Bewässerungshilfe verwendet werden. Dafür nämlich sind sie ursprünglich gemacht. An rund 30 frisch gepflanzten Bäumen im Bezirk-Mitte ist diese Art der Wasserversorgung bereits in vollem Gange. Das Prinzip: 100 Liter kostbares Nass pro Sack tröpfelt langsam und kontinuierlich innerhalb von sechs bis sieben Stunden ins Erdreich und tränkt die Pflanze großflächig. Alle fünf bis zehn Tage wird bei Bedarf nachgefüllt. Im Vergleich zu herkömmlichen Bewässerungsmethoden ist diese Variante besonders effektiv, weil der gesamte Wurzelbereich, je nach Witterung, gleichmäßig durchfeuchtet wird. Und auch die Stadt spart Zeit und Geld, schließlich muss bei großer Hitze nicht ständig jemand mit dem Schlauch vorbeikommen und das Wurzelwerk tränken. Auch in Skandinavien, Großbritannien und besonders trockenen Regionen wie Israel hat sich die Wassersack-Methode bereits bewährt. (sos)
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