Hamburg aus Künstlersicht

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Die Alster war ein Lieblingsmotiv der von Alfred Lichtwark beauftragten Künstler. Max Liebermann (1847 – 1935) malte seinen „Abend am Uhlenorster Fährhaus“ im Jahre 1910. Der berühmte Berliner Impressionist malte auch das wegen seiner Wahrheitstreue seinerzeit umstrittene Porträt des Bürgermeisters Petersen, das ebenfalls in der Schau gezeigt wird

Sonderschau: Kunsthallen-Direktor Alfred Lichtwark ließ vor 124 Jahren die Hansestadt malen

Hamburg. Es ist dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark (1852 – 1914), zu verdanken, dass es so viele Gemälde mit Hamburg-Motiven im Museum gibt. Er gründete 1889 die „Sammlung von Bildern aus Hamburg“. Damals in Deutschland einmalig vergab er Aufträge an deutsche und später auch an internationale Künstler, Hamburg-Motive zu malen und finanzierte den Ankauf der Bilder aus Spenden – Alfred Lichtwark war ein Visionär und ein Kunstkenner. Bei den Künstlern kam die Idee gut an: Max Liebermann, Lovis Corinth, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard, sie alle malten die Elbmetropole. Und das Hamburger Publikum konnte Lichtwark über vertraute Motive für die moderne Kunst „ködern“. Anlässlich seines 100. Todesjahres greift die Kunsthalle seine Idee der „Sammlung von Bildern aus Hamburg“ auf und präsentiert in der Ausstellung „Lichtwark revisited. Künstler sehen Hamburg“ die schönsten Hamburg-Motive aus dem Bestand der Kunsthalle und beauftragte zusätzlich junge Künstler, die Reihe fortzusetzen. Zu sehen sind – neben den Klassikern – Arbeiten von Jill Baroff, Julius von Bismarck, Michaela Melián, Jorinde Voigt, Adian Williams und Tobias Zielony. Sie haben jeweils auf ganz unterschiedliche Art ihre Sichtweise auf Hamburg umgesetzt. In der Gegenüberstellung der von Lichtwark initiierten Kunst und den Werken der zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler zeigt sich, wie sich der Blick auf Hamburg gewandelt hat. (sh)

bis 7. September, Di - So 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Kunsthalle, Galerie der Gegenwart, Glockengießerwall.
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