Hamburg: „Das Gemüse war praktisch gekocht“

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Der ausgebrannte HVV-Bus an der Langen Reihe Foto: Büh

Händler zieht Bilanz, nachdem ein HVV-Bus in der Langen Reihe ausbrannte. Schäden an Gebäuden

Hamburg. Die Schaufensterscheiben sind zersprungen, die Markise vor dem Laden geschmolzen und auch die Leuchtreklame über dem Geschäft hat sich verformt – Zeichen der immensen Hitze, die der Bus-Brand in der vergangenen Woche hervorgerufen hat (siehe Text rechts). Ein Schock für Max Läufer, Inhaber des gleichnamigen Feinkostgeschäftes an der Langen Reihe. Der Laden liegt direkt an der Bushaltestelle, wo das Feuer den Gelenkbus vernichtet hatte. Zu jenem Zeitpunkt befand sich Läufer gerade im Urlaub in Dänemark. Als ihn der Anruf erreichte, brach er seine Zelte sofort ab und fuhr zurück nach Hause.
Zur Zeit des Feuers führte Läufers Schwester Ditte das Geschäft. „Sie hat blitzschnell reagiert“, berichtet der Bruder. Die Tür wurde verriegelt, die Mitarbeiter retteten sich durch den Notausgang im hinteren Teil des Ladens. „Wir hatten Glück im Unglück“, so Läufer, der froh ist, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind und das Feuer nicht auf den Innenraum übergesprungen ist. „Es blieb meinen Mitarbeitern allerdings keine Zeit mehr, die Außenjalousie herunterzulassen oder die ausgelegten Waren vor dem Geschäft hereinzuholen. Durch die Hitze war alles geschmolzen, das Gemüse war praktisch gekocht“, sagt der Inhaber.“ Noch kann er den materiellen Schaden nicht genau beziffern, aber etliche Tausend Euro kommen sicher zusammen, allein schon wegen der großen Schaufenster.
Immerhin: Die Hochbahn habe sich sofort nach dem Unfall bei ihm gemeldet, will für den entstandenen Schaden aufkommen. Fazit des Ladenbesitzers: „Es hätte noch schlimmer kommen können“. (kg)

Busbrand: Motor fing Feuer
Der schnellen Reaktion zweier Passanten und eines Busfahrers ist es zu verdanken, dass beim Brand eines HVV-Busses am Mittwoch vergangener Woche niemand ernsthaft zu Schaden kam. In dem Gelenkbus, der gerade Ecke Lange Reihe und Lohmühlenstraße gehalten hatte, saßen kurz nach 17 Uhr rund 50 Fahrgäste, als zwei Passanten, die an der Haltestelle zusteigen wollten, den Fahrer auf Qualm am Heck des 15-Meter-Gefährts aufmerksam machten. Der Fahrer ließ den Bus sofort evakuieren. Zwei Mitarbeiter der Hochbahn versuchten dann zunächst das Feuer zu löschen, bis die Feuerwehr eintraf. Die Männer kamen daraufhin mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der schwarze Rauchpilz war in der gesamten Innenstadt zu sehen. Mit massivem Einsatz von Löschschaum verhinderte die Feuerwehr, dass der Brand auf das Haus übergriff. Brandherd, so ergab die erste Ermittlung, war der Motor. (wb)
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