Hamburg: Die Mauer ist weg

Anzeige
Die Mauern in den Köpfen einreißen - mit dieser symbolischen Aktion protestierten Schüler der Domschule St. Marien jetzt gegen die weltweite Missachtung der Religionsfreiheit Foto: kg

Schüler-Aktion gegen religiöse Intoleranz

Schüler der 10. Klasse der Domschule St. Marien aus St. Georg haben jetzt ein Zeichen für Religionsfreiheit gesetzt. Mitten in der City, direkt am West-Ausgang des Hauptbahnhofes, rissen die Jugendlichen eine symbolische aufgestellte Mauer aus Styropor nieder, um gegen die weltweite Missachtung der Religionsfreiheit zu protestieren. In vielen Ländern der Erde seien Angehörige religiöser Minderheiten wegen ihres Glaubens Opfer von Diskriminierung und Bedrängnis, so die jungen Teilnehmer der Demonstration. „Die Missachtung der Religionsfreiheit ist die Verletzung eines Menschenrechts“, erklärt Lehrerin und Initiatorin Regina Geyer von der Domschule die Aktion ihrer Schüler. Die Aktion sollte die Passanten zum Nachdenken bewegen und die Möglichkeit bieten, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. „Mit unserer Mauer wollen wir vor allem die Mauern in den Köpfen umreißen“, so Jonas von St. Marien. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk Missio hatten die 18 Schüler die Aktion im Religionsunterricht erarbeitet und dann mit einer Choreografie vor der Mauer die Religionsfreiheit für Länder wie China, Indonesien und Nigeria gefordert. „Zur Vorbereitung hatten wir sogar Besuch aus Pakistan“, so Lehrerin Geyer. Die Aktion sollte den Schülern auch helfen, über die Grenzen des eigenen Umfeldes hinauszusehen. (kg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige