Hamburg feiert größtes Hafenfest der Welt

Wann? 07.05.2017 bis 09.05.2017

Wo? Landungsbrücken, Glacischaussee, Hamburg-st.Pauli DE
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Tolle Kulisse: Schiffe vor der „Elphi“ Foto: Gehm
 
Vor der Kulisse des Hamburger Michels präsentieren die Segel von Traditionsschiffen und Windjammern ein prächtiges Bild Foto: Dagmar Gehm
Hamburg-st.Pauli: Landungsbrücken |

Vom 5. bis 7. Mai feiern 300 Schiffe den 828. Hafengeburtstag in der Hansestadt

Von Dagmar Gehm
Hamburg
Wenn Schlepper tanzen, weiße Segel sich in der Glasfassade der Elbphilharmonie spiegeln und das bunte Aida-Feuerwerk den Himmel über der Stadt entflammt, feiert Hamburg seinen 828. Hafengeburtstag. Eine Million Besucher werden vom 5. bis 7. Mai zum größten Hafenfest der Welt erwartet. Und mit ihnen das einmalige Aufgebot von rund 300 Schiffen – vom Großsegler über den Kreuzfahrtriesen bis zum Marineschiff. „Wir entwickeln den Hafengeburtstag immer weiter“, sagt der Präses der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), Senator Frank Horch, „inhaltlich und was die Fläche anbelangt, rund um den neuen Besuchermagnet Elbphilharmonie.“ Von den Landungsbrücken, über die Speicherstadt, HafenCity, den Fischmarkt bis zum Museumshafen Oevelgönne reicht die maritime Partymeile.

Frankreich-Flair


Wie Gott in Frankreich leben Seeleute und Sehleute an der Kehrwiederspitze, wo als langjähriger Handels- und diesjähriger „Länderpartner“ die französische Stadt Nantes sich mit Künstlern, Designern und Kulinarik präsentiert. Schwimmender Ehrengast ist die Saint-Michel II als Nachbau eines Segelschiffs von Jules Verne, der aus Nantes stammte und den berühmten Roman „In 80 Tagen um die Welt“ schrieb. Gäste können die Paraden an Bord verschiedener Schiffe erleben. „Das Feld an Großseglern würde jeder Sail (große Segelregatta in Bremerhaven) zur Ehre gereichen“, verspricht Hafenkapitän Jörg Pollmann. „Neben der Kruzensthern, der Mir und der Sedov legt erstmals die „Royal Helena“ aus Bulgarien in Hamburg an.
Auch sieben Kreuzfahrtschiffe liefern phantastische Bilder, darunter allein vier Luxusliner der Kreuzfahrt-Reederei Aida. „Den Reiz des Hafengeburtstags machen auch die Marineschiffe aus“, meint Jörg Pollmann, „angeführt vom Versorgungsschiff Bonn, dem größten der Bundesmarine“. Als gebürtiger Ostfriese entert er auch eines der beiden Feuerschiffe – die „Borkumriff“. Auch Besucher dürfen an Bord gehen und bei den Paraden mitfahren.

„Ihr habt sie doch nicht alle!“


„Ihr habt sie doch nicht alle!“, meinen die Kollegen von anderen Häfen, wenn Pollmann ihnen berichtet, dass trotz Fallschirmspringern, Seenot-Rettungsübungen per Hubschrauber, Drachenbootrennen auf der Hauptverkehrsader des Hamburger Hafens der Frachtverkehr weiterläuft. Zu den Highlights der Showfahrten gehören auch die Vorführungen der Rennyacht Malizia des Weltrekordlers Boris Hermmanl. Mit 200 Darbietungen auf der Hafenmeile treibt es Hamburg auch zu Lande richtig bunt. Fahrgeschäfte, maritime Märkte, Aktionen in den Museen der HafenCity und der Speicherstadt. Live-Bands auf zahlreichen Bühnen rocken das Hafenfest musikalisch. Wegen der offenen Wasserkante wird das Thema Sicherheit groß geschrieben. „Entsprechende Maßnahmen sind vorbereitet“, bestätigen unisono alle Organisatoren. „Wir leben in einer Welt mit vielen Unruhen, die auch Europa ein bisschen infrage stellen“, sagt Senator Horch. „Vor diesen Begebenheiten können wir dokumentieren, dass Frankreich und Deutschland und auch Hamburg ein bisschen mit einbezogen einen wichtigen Hintergrund von Europa ausmachen, und das wollen wir auf dem Hafengeburtstag politisch unterstreichen.“

Weitere Infos: 828. Hafengeburtstag
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