Hamburg: Graffiti-Kunstwerk für die Lange Reihe

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Aimal Jahed, der sich als Künstler Nulon nennt, wird an der Wand des Hauses Lange Reihe eins ein riesiges Kunstwerk an die Wand sprühen Fotos: Grell

„Nulon“ sprüht ab Frühjahr die Vielfalt der Kultur St. Georgs an die Wand

Hamburg. Lange haben Graffiti-Künstler um ihre Anerkennung gekämpft. Dazu gehörte auch der Grafiker Aimal Jahed alias „Nulon“, der bereits vor 20 Jahren zum ersten Mal zur Spraydose griff.
„Das Talent muss ich von meinem Vater haben“, lacht der junge Sprayer, der jetzt in der Langen Reihe 1 eine ganze Wand gestalten darf. Auf 100 Quadratmetern wird Nulon die Geschichte des Stadtteils zeigen. „Der Bezirk Mitte hat sein Okay gegeben“, so Aimal. Bezirksamtsleiter Andy Grote und die Kulturbehörde wollen das Projekt unterstützen. Das Graffiti soll die Kultmeile St. Georgs mit ihrer kulturellen Vielfalt zum Thema haben. Die Motive haben der Künstler, der Stadtteilbeirat St. Georg und die Anwohner innerhalb von zwei Jahren gemeinsam entwickelt. Im Juni fiel schließlich der Startschuss für das Stadtteilprojekt.
Der Moment, bis die erste Farbe auf die Fassade kommt, wird sich jedoch noch etwas verzögern. „Das Mauerwerk des Fachwerkhauses, immerhin aus dem 18. Jahrhundert, wies erhebliche Mängel auf und muss nun zunächst saniert werden“, erklärt Nulon. Kein Problem für den Künstler, der die Zeit noch nutzen will, um weitere Sponsoren zu finden. „Das Projekt ist allein durch Spenden finanziert“, sagt der Sprayer, der mit einem seiner Werke bereits im Guiness-Buch der Rekorde steht. Spätestens im Frühjahr des nächsten Jahres soll es dann losgehen. Mehrere Monate lang will er mit seinen Farbdosen auf dem Gerüst stehen und in der Langen Reihe sein Kunstwerk entstehen lassen. (kg)
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